25.04.2019

Gefährdungsbeurteilung erstellen: Diesen Kriterien muss sie genügen

Eigentlich ist es recht einfach, eine Gefährdungsbeurteilung so zu erstellen, dass der Aufsichtsbeamte, der Ihren Betrieb besucht, nichts zu beanstanden hat. Es gibt klar definierte Kriterien, nach denen er Sie beurteilt.

Gefährdungsbeurteilung erstellen

Für die meisten Unternehmen gehört der Arbeitsschutz nicht zum Kerngeschäft – das Geld wird woanders verdient. Deshalb fallen Gefährdungsbeurteilungen (GB) vor allem in kleineren Betrieben, in denen alle mehr als ausgelastet sind, unter den Tisch. Schließlich müssen Betriebe eigentlich für alle möglichen Arbeitsplätze und Tätigkeiten Gefährdungsbeurteilungen erstellen: Nicht nur, bevor eine Tätigkeit aufgenommen wird, sondern auch bei wesentlichen Änderungen im Betrieb oder in den Vorschriften, und selbst nach Beinahe-Unfällen – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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Klopft nun ein Aufsichtsbeamter der Arbeitsschutzbehörde an die Tür, um sich die GB anzusehen, reagieren viele Betriebe verunsichert. Dabei bleibt die Reihenfolge der Schritte, in denen Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, immer dieselbe.

Gefährdungsbeurteilung erstellen in sieben einfachen Schritten

  1. Gefährdungsbeurteilung vorbereiten
  2. Gefährdungen ermitteln
  3. Gefährdungen beurteilen
  4. Maßnahmen festlegen
  5. Maßnahmen umsetzen
  6. Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen
  7. Gefährdungsbeurteilung dokumentieren und fortschreiben

Ob Sie eine Gefährdungsbeurteilung auf Papier oder im Rechner dokumentieren, ist Ihre Sache. Kann der Aufsichtsbeamte daraus mühelos ersehen, dass Sie wie oben vorgegangen sind, ist das schon die halbe Miete.

Die Gefährdungsbeurteilung muss natürlich Ihrer betrieblichen Realität entsprechen und aktuell sein. Aus der Dokumentation sollte auch klar ersichtlich sein, welche Maßnahmen Sie ergreifen, um den ermittelten Gefährdungen zu begegnen, und wer dafür verantwortlich ist, diese fristgerecht umzusetzen. Halten Sie sicherheitshalber auch andere Dokumente wie Protokolle Ihrer Unterweisungen, Prüfprotokolle oder Wartungsverträge griffbereit.

Das prüfen Aufsichtsbeamte

Selbst den kleinsten Betrieb kann der Aufsichtsbeamte nicht komplett ansehen. Er wird sich deshalb auf wenige Stichproben beschränken. Dabei sollte es sich um Arbeitsplätze oder Tätigkeiten handeln, die für Ihren Betrieb repräsentativ sind. In diesem Zusammenhang wird er auch mit dem Chef bzw. mit der für die Arbeitssicherheit zuständigen Führungskraft und mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit reden wollen.

Ein Gespräch mit der Sifa allein wird ihm nicht genügen, da sie lediglich berät, nicht entscheidet. Abschließend stellt der Aufsichtsbeamte fest, ob Sie die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt, nicht angemessen durchgeführt oder nicht durchgeführt haben.

Dafür zieht er diese fünf Kriterien heran:

  • Gefährdungen: Haben Sie sie im Wesentlichen beurteilt und zutreffend bewertet?
  • Maßnahmen: Sind sie ausreichend und geeignet?
  • Maßnahmen: Haben Sie kontrolliert, ob sie wirksam sind?
  • Gefährdungsbeurteilung: Ist sie aktuell?
  • Dokumentation: Ist sie in Form und Inhalt angemessen?

Ergebnisse der Prüfung

Erfüllen Sie eines oder mehrere dieser Kriterien nicht, haben Sie die Gefährdungsbeurteilung nicht angemessen durchgeführt und müssen nachbessern. Das sollten Sie auch binnen der angesetzten Frist tun, um ein Bußgeld zu vermeiden.

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Autor: Martin Weyde