07.12.2016

Gefährdungsbeurteilung: Muster helfen bei der Erstellung

Eine Gefährdungsbeurteilung hat zum Ziel, alle Gefährdungen, denen Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz ausgesetzt sind, rechtzeitig zu erkennen und zu bewerten. Daraus sind angemessene Maßnahmen abzuleiten und konsequent umzusetzen. WEKA bietet für die Gefährdungsbeurteilung Muster zum Download an.

Gefährdungsbeurteilung leichter erstellen - Muster dienen als Vorlage

Was bringen Muster für die Gefährdungsbeurteilung?

Bei der Gefährdungsbeurteilung kann es hilfreich sein, entsprechende Muster als Vorlage zu nutzen. Denn der Gesetzgeber schreibt bewusst nicht bis ins kleinste Detail fest, wie die Umsetzung in der Praxis erfolgen muss. Vielmehr sollen sich die Verantwortlichen bei der Gefährdungsbeurteilung an den jeweils individuellen betrieblichen Anforderungen und Gegebenheiten orientieren. Dabei bleibt natürlich viel Spielraum für Interpretationen.

Muster können hilfreiche Anreize liefern und sie zeigen, welcher Struktur eine solche Gefährdungsbeurteilung folgen sollte. Vergessen Sie allerdings nach dem Download entsprechender Vorlagen nicht, diese noch zu individualisieren sie also an Ihre spezifischen betrieblichen Belange anzupassen.

Die Gefährdungsbeurteilung zu Arbeitsstätten, Arbeitsplätzen, Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeiten basiert u. a. auf §§ 5, 6 Arbeitsschutzgesetz, § 3 Betriebssicherheitsverordnung, § 6 Gefahrstoffverordnung, §§ 89, 90 Betriebsverfassungsgesetz. Darüber hinaus bauen weitere Vorschriften des Arbeitsschutzes auf den genannten Gesetzen und Verordnungen auf. Und sie alle setzen die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen voraus.

Eine Gefährdungsbeurteilung ist praktische Prävention

Eine Gefährdungsbeurteilung ist der entscheidende Schritt, um Gefährdungen bei der Arbeit frühzeitig zu ermitteln und Risiken vorbeugend zu minimieren. Denn Unfälle können Sie nur dann vermeiden, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber wissen, auf was sie besonders achten müssen oder wo mögliche Gefährdungen lauern.

Was zählt denn nun alles als Gefährdung? Dazu gibt § 5 des Arbeitsschutzgesetzes Auskunft. Der Begriff möglicher Gefährdungen ist hier allerdings recht weit gefasst. Antworten auf folgende oder ähnliche Fragen können  gegebenenfalls auf eine Gefährdung hinweisen:

  • Wie sind Betriebsstätte und Arbeitsplatz gestaltet?
  • Welche physikalischen, chemischen und biologischen Einwirkungen gibt es?
  • Wie werden Arbeitsmittel gestaltet, ausgewählt und eingesetzt?
  • Wie wirken sich Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufe und Arbeitszeiten aus?
  • Ist die Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten ausreichend?
  • Ergeben sich psychische Belastungen bei der Arbeit?

Wer sollte die Gefährdungsbeurteilung durchführen?

Wichtig ist, dass fachkundige Personen für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung mindestens mit einbezogen werden oder diese gar selbst durchführen. Noch besser ist es, wenn sie ein Projektteam dabei unterstützt.

Mitglieder könnten sein: 

  • Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  • jeweils zuständige Vorgesetzte
  • Betriebsärzte
  • Betriebsratsmitglieder
  • Sicherheitsbeauftragte
  • und andere Spezialisten, wie bspw. Strahlenschutz- oder Brandschutzbeauftragte

Gefährdungen beurteilen Ablauf in 8 Schritten

Eine umfassenden Gefährdungsbeurteilung lässt sich in acht Schritte unterteilen. Dazu zählen:

  1. Vorbereiten der Gefährdungsbeurteilung
  2. Ermitteln der Gefährdungen
  3. Beurteilen der Gefährdungen
  4. Festlegen konkreter Arbeitsschutzmaßnahmen
  5. Durchführen der Maßnahmen
  6. Überprüfen der Durchführung und der Wirksamkeit der Maßnahmen
  7. Fortschreiben der Gefährdungsbeurteilung
  8. Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung

Wenn Sie diese empfohlene Reihenfolge einhalten, dann haben Sie im Ergebnis eine Gefährdungsbeurteilung, welche die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes und anderer gesetzlicher Vorschriften erfüllt. Aber was noch viel entscheidender ist: Sie schützen und sichern die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gefährdungsbeurteilung: Muster zum Download

Muster-Gefährdungsbeurteilungen sind eine wertvolle Hilfe, um dabei nichts zu vergessen oder zu übersehen. Deshalb bietet Ihnen WEKA einige kostenlose Vorlagen für die Gefährdungsbeurteilung als Muster an:

Bau:

Gesundheit:

Sonstige:

Tipp: Im Downloadbereich dieser Webseite finden Sie alle Muster-Gefährdungsbeurteilungen im Überblick.

Autor: WEKA Redaktion