25.11.2016

LAU-Anlage

Die Abkürzung „LAU“ steht für Lagern, Abfüllen und Umschlagen. Diese Begriffe werden im Wasserrecht für Anlagentypen verwendet, bei deren Planung, Bau und Instandhaltung umweltrechtliche Bestimmungen für wassergefährdende Stoffe zu berücksichtigen sind.

Den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen gibt das Wasserhaushaltsgesetz vor. Darin ist in einem so genannten Besorgnisgrundsatz festgelegt, dass LAU-Anlagen „so beschaffen sein und so errichtet, unterhalten, betrieben und stillgelegt werden, dass eine nachteilige Veränderung der Eigenschaften von Gewässern nicht zu besorgen ist.“

Beispiele für LAU-Anlagen

  • Lager-Anlagen: Chemikalien-Lager, Fertigwarenlager, VbF-Lager (z. B. Heizöltanks), können aus Tanks, mehreren Fässern oder Kleingebinden bestehen; Altöltanks, Sammeln von gebrauchten Stoffen zur späteren Entsorgung; Vorratsbehälter mit laufender Entnahme des Stoffes; eine Fläche, die regelmäßig dem Lagern, Bereitstellen oder Aufbewahren von wassergefährdenden Stoffen dient

  • Abfüll-Anlagen: Einfüllen wassergefährdender Stoffe in ortsfeste und ortsbewegliche Behälter, z. B. in Fässer oder Lagertanks aus Tankfahrzeugen; eine Fläche, auf der wassergefährdende Stoffe von einem Transportbehälter in einen anderen gefüllt werden

  • Umschlag-Anlagen: Umladen von Stoffen in Behältern oder Verpackungen von einem Transportmittel auf ein anderes; eine Fläche bzw. ein Abladeplatz, auf dem wassergefährdende Stoffe umgeladen werden

Der Besorgnisgrundsatz

Anlagen, die unter § 62 …

Autor: WEKA Redaktion

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