25.11.2016

Grundwasser – Definition

Wasserrecht

Als Grundwasser bezeichnet man unterirdisch bewirtschaftbare Wasservorkommen, ausgenommen Wasser in Rohrleitungen, Behältnissen oder anderen technischen Anlagen. Grundwasser ist nach der Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) und nach dem Wasserhaushaltsgesetz alles unterirdische Wasser in der Sättigungszone, das in unmittelbarer Berührung mit dem Boden oder dem Untergrund steht. Grundwasser steht unter gleichem oder größerem Druck, als er in der Atmosphäre herrscht, und seine Bewegung wird durch Schwerkraft und Reibungskräfte bestimmt.

Entstehung, Vorkommen, Nutzung

Grundwasser kann als unterirdisches Kompartiment des natürlichen Wasserkreislaufs bezeichnet werden, das durch versickernde Niederschläge (Sickerwasser) gebildet wird. Es kann einem Vorfluter zufließen oder als Quelle oberirdisch austreten. Tiefes Grundwasser, das länger als menschlich-historische Zeiten im Untergrund verweilt, ist nicht am Wasserkreislauf beteiligt. Die Grundwasseroberfläche (Grundwasserspiegel) unterliegt natürlichen Schwankungen in Abhängigkeit von den Niederschlägen und den Vorflutverhältnissen (z.B. Hochwasser).

Der Grundwasserleiter selbst (Aquifer) sowie darüberliegende Deckschichten und Böden bilden ein natürliches Filtersystem, welches dem Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen dient. Die Filterwirkung ist stark abhängig von der Kornzusammensetzung und -größe. Das sogenannte Karst-Grundwasser, das in der Regel kürzere Verweilzeiten aufweist, ist durch zum Teil direkte Konnektierung …

Autor: WEKA Redaktion

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