25.05.2021

Trinkwasser – Definition

Wasserrecht

Der Begriff „Trinkwasser“ bezeichnet Süßwasser, dessen Reinheitsgrad so hoch eingestuft ist, dass es für den Menschen zum Verzehr bedenkenlos geeignet ist. Es darf keine Mikroorganismen enthalten, die die Gesundheit gefährden könnten, außerdem sollte es Mineralstoffe wie beispielsweise Calcium, Magnesium und Natrium enthalten.

Qualitätsanforderungen Trinkwasser betreffend sind für Deutschland in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und der DIN 2000 festgelegt. Die Wasserhärte wird nach dem Konzentrationsgrad von Calcium- und Magnesiumsalzen bestimmt.

Wasserversorgung: Trinkwasser und Nutzwasser

Die Wasserversorgung Deutschlands gewährleistet die ausreichende Lieferung von Trinkwasser für den menschlichen Bedarf. Außerdem wird Nutzwasser beispielsweise für gewerblichen oder landwirtschaftlichen Gebrauch bereitgestellt.

Zwar müssen auch hier gewisse Hygienestandards eingehalten werden, jedoch ist dieses Wasser für den menschlichen Verzehr weder gedacht noch geeignet. Je nach Betriebsart muss Brauchwasser sogar noch zusätzlich verarbeitet werden, bevor es für den vorgesehenen Zweck verwendet werden kann. So muss zum Beispiel Wasser, das Dampfturbinen antreibt, speziell entsalzt werden. Daher werden in den meisten Fällen die Versorgungssysteme für Trink- und Nutzwasser getrennt konstruiert und genutzt.

Trinkwassergewinnung

Trinkwasser kann mithilfe unterschiedlicher Methoden gewonnen werden. Durch spezielle Verfahren kann nicht nur Seen oder Flüssen entnommenes Wasser zu Trinkwasser werden, sondern auch Meerwasser. Auch die Gewinnung von Trink- und sogar Heilwasser aus Quellen ist weitverbreitet. Bei Quellen quillt Grundwasser an die Oberfläche und generell kann man hierbei Überlaufquellen, Stauquellen und Schichtquellen unterscheiden. Im Falle von Überlaufquellen staut sich das Wasser in einem unterirdischen Becken und läuft über. Hierbei kann es auch zur Bildung von Seen kommen. Eine Stauquelle entsteht, wenn die Grundwasserschicht von einer wasserundurchlässigen Schicht nach oben abgeschirmt wird, das Grundwasser so also gestaut wird. Findet das Wasser einen Durchlass durch die wasserundurchlässige Schicht, so lässt der Druck innerhalb der Grundwasserschicht die Quelle nach oben sprudeln. Trifft die Grundwasserschicht auf die Erdoberfläche, also beispielsweise an Abhängen oder Felswänden, nennt man dies Schichtquelle. Wasser kann auch durch Brunnen gewonnen werden. Aus der Tiefe von 8 bis 10 Metern kann das Grundwasser mithilfe von sogenannten Schachtbrunnen hydraulisch an die Oberfläche gepumpt werden. Bohrbrunnen reichen sogar bis zu 400 Meter in die Erde.

Autor: WEKA Redaktion

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