21.02.2017

Wenn der Energieberater ins Unternehmen kommt

Was geschieht bei einer Energieberatung im Unternehmen? Wie viel Zeit müssen Sie einplanen und wann können Sie mit Ergebnissen rechnen? Diese und weitere Fragen zum Ablauf einer Energieberatung klären wir im folgenden Beitrag.

Energieberater

Im Voraus mit dem Energieberater zu klären

Ganz am Anfang einer Energieberatung, oft bevor es überhaupt einen konkreten Termin gibt, stehen die Fragen nach dem Energieverbrauch und der Energieversorgung – soweit sie das Unternehmen beantworten kann. So weiß der Berater, auf welche „Stromfresser“ er bei der Begehung zu achten hat oder ob er das Hauptaugenmerk zunächst darauf legen muss, eine brauchbare Datengrundlage zu schaffen. Die benötigten Daten stellt der Energieberater meist von seinem Schreibtisch aus in einem intensiven Austausch mit dem Unternehmen zusammen.

Bevor der Energieberater an der Tür klingelt, sollten er und der Unternehmer außerdem die gegenseitigen Erwartungen klären. Wenn ein Unternehmer z.B. nur an kurzfristigen Amortisationszeiten seiner Investitionen interessiert ist, muss er das dem Energieberater sagen. Auch die Gegebenheiten vor Ort sind hier interessant: Braucht der Berater etwa Sicherheitsschuhe oder einen Helm? Wie muss sich das Unternehmen vorbereiten?

Der Tag der Begehung

Energieberater und Energiebeauftragter begutachten den Betrieb. Wo sie sich wie lange aufhalten, hängt vom Schwerpunkt der Energieberatung ab. Geht es beispielsweise darum, Messstellen und Messkonzepte auszuloten, machen die beiden Halt an allen relevanten Verbrauchern. Räume der Heiztechnik, der Spannungsverteilung, der EDV und, soweit vorhanden, Energieerzeugungsanlagen sollten dabei zugänglich sein.

Folgende Unternehmensdaten werden dabei spätestens jetzt erfasst:

  • Gebäude (Nutzung, Betriebszeiten)
  • Zahl der Mitarbeiter, Schichten, Urlaubszeiten
  • Produkte und Produktmengen
  • Energieträger (Menge, Art, Preis)
  • Energieverbraucher
  • Emissionen

Die Auswertung

Zurück vor seinem Computerbildschirm analysiert der Berater alle Informationen, die er bei der Begehung gesammelt hat. Er stellt Maßnahmen zusammen, die die Energiekosten des Unternehmens senken könnten. Außerdem berechnet er für jede Maßnahme die Investitionskosten sowie die Einsparungen, die dadurch möglich würden. Und er zeigt auf, ab wann sich die Investitionen auszahlen würden. Diese Auswertungsphase dauert rund zwei Wochen.

Die Ergebnispräsentation

Danach kommen Energieberater und Unternehmer noch einmal zusammen, um die Ergebnisse der Auswertung zu besprechen. Die einzelnen Maßnahmen und die Empfehlungen des Energieberaters fasst dieser außerdem in einem Bericht zusammen, den er dem Unternehmen übergibt.

Autor: Elisabeth Rowley