Expertentipp | Energieeffizienz
29.10.2015

Möglichkeiten der Energieberatung im Unternehmen

Die Wege zur Energieeinsparung in Unternehmen sind vielfältig und komplex. Wer sie nicht kennt, verschwendet wertvolle Ressourcen. Das muss nicht sein! Kompetente Energieberater können nicht nur große Betriebe, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) voranbringen.

Energieberatung© monkeybusinessimages /​ Thinkstock

Die meisten Unternehmen rechnen auch in den kommenden Jahren mit steigenden Strompreisen. Sollen diese nicht zwangsläufig mit einer Erhöhung der Energiekosten einhergehen, gilt es frühzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Wo auf der einen Seite die Preise steigen, muss auf der anderen Seite der Verbrauch reduziert werden. Professionelle Energieberatung ist zunächst ein Kostenfaktor, rechnen sich aber bereits nach kurzer Zeit.

Energieberater sind bei der Ist-Analyse bis zur Maßnahmenbeschreibung aktiv

Um Einsparpotenziale zu identifizieren, erfassen Energieberater zunächst den aktuellen Energieverbrauch im Unternehmen. Eine gründliche Ist-Analyse steht deshalb am Anfang ihrer Arbeit. Folgende Unternehmensdaten werden dabei u.a. erfasst:

  • Gebäude (Nutzung, Betriebszeiten)
  • Zahl der Mitarbeiter, Schichten, Urlaubszeiten
  • Produkte und Produktmengen
  • Energieträger (Menge, Art, Preis)
  • Energieverbraucher
  • Emissionen

Die Ist-Analyse zeigt durch genaue Messungen sowie durch Untersuchung und Vergleich der gewonnenen Daten, an welchen Stellen im Unternehmen Einsparpotenziale realisierbar sind.

Umsetzung der Maßnahmen

Anschließend wird eine Detailanalyse erstellt, die aufzeigt, welche Maßnahmen zur Energieeinsparung ergriffen und wie diese umgesetzt werden sollen. Bei der Benennung und Priorisierung geeigneter Maßnahmen stimmen sich die Energieberater genauestens mit dem Unternehmen ab und berücksichtigen interne Bedingungen und Ziele.

Die Einführung eines Energiemanagementsystems (EMS) nach DIN EN ISO 50001 kann auch KMU bei der kontinuierlichen Umsetzung der Maßnahmen unterstützen, wenngleich sie – anders als große Unternehmen – nicht dazu verpflichtet sind. Alternativ können KMU sich für das weniger aufwendige Energieaudit nach DIN EN 16247 entscheiden.

Fördermittel für KMU

Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten KMU Fördermittel für Energieberatung vom Bund. Zu nennen ist hier vor allem die Energieberatung für den Mittelstand des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Qualifizierte Energieberater können auch hierzu informieren und bei den entsprechenden Anträgen helfen.

Unterstützung der Energieberatung durch geeignete Software

Was viele nicht wissen: Auch Software für EMS gehört zu den Fördergegenständen. Zahlreiche Produkte erleichtern z.B. die Durchführung von Energieaudits oder ermöglichen es, per E-Learning die erarbeiteten Maßnahmen und damit die Energieeinsparpotenziale im Unternehmen für alle Mitarbeiter transparent zu machen.

Autor: Susanne Niemuth-Engelmann

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