04.08.2021

Löschanlagen

Notausgang

(Feuer-)Löschanlagen sind ständig betriebsbereite technische Anlagen, die einen Brand mit einem Löschmittel löschen. Sie werden unterteilt in ortsfeste (stationäre) Löschanlagen und halbstationäre (teilbewegliche) Löschanlagen. Löschanlagen werden eingesetzt zum Raumschutz (Schutz der Gesamtheit der in einem brandschutztechnisch abgetrennten Raum befindlichen Einrichtungen), Objektschutz (Schutz einer einzelnen Einrichtung, z.B. Maschine, innerhalb eines Raums oder im Freien) und Personenschutz (Löschanlagen, die im Rahmen eines Brandschutzkonzepts ein wesentlicher Teil des Konzepts zum Schutz von Menschenleben sind).

Vorschriften und Rechtsprechung

  • DGUV Information 205–001 Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz
  • DGUV Information 205–004 Sicherheitseinrichtungen beim Einsatz von Feuerlöschanlagen mit Löschgasen
  • DGUV Information 205-026 Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Einsatz von Feuerlöschanlagen mit Löschgasen

Arten von Löschanlagen

Zum Schutz von Räumen, Objekten und Personen existieren verschiedene Arten von Löschanlagen. Abhängig von den Löschmitteln werden sie den folgenden drei Oberkategorien zugeordnet:

  • Wasserlöschanlagen: Hierzu zählen die häufig verwendeten Sprinkleranlagen in Bürogebäuden oder Lagerhallen, Sprühwasserlöschanlagen sowie Wassernebel-Löschanlagen und Schaum-Löschanlagen.
  • Gaslöschanlagen: Hierzu zählen Löschanlagen, die als Löschmittel mit Kohlenstoffdioxid gefüllt sind, bzw. sämtliche chemischen Löschanlagen.
  • Weitere Löschanlagen sind Pulver-Löschanalgen und Explosionsschutzanlagen.

Gleich, um welche Löschanlage es sich handelt, wird das entsprechende Löschmittel stets durch Rohrleitungen auf direktem Weg zum Brandherd geleitet. Wann und in welcher Form die Löschanlagen ausgelöst werden, hängt von der Befüllmenge und der Bauart ab.

Stationäre Löschmittelanlagen

Löschanlagen, die an einem festen Ort stationiert sind, werden als stationäre Löschanlagen bezeichnet. Sie sind durch ein fest verlegtes Rohrleitungssystem gekennzeichnet. Zudem lassen sich stationäre Löschmittelanlagen entweder automatisch oder per Hand auslösen. Jedoch haben stationäre Löschmittelanlagen auch einige Nachteile. Hierzu zählen:

  • eine nicht auszuschließende Störanfälligkeit
  • Notwendigkeit einer regelmäßigen Wartung
  • anfallende Kosten für die Instandhaltung
  • etwaige Fehlbedienungen der Anlage durch nicht geschultes Personal
  • Schadensentstehung durch fehlerhaftes Auslösen der Anlage

Dennoch empfiehlt sich die Installation einer stationären Löschanlage, etwa in Form einer Sprinkleranlage, da durch sie die meisten Brände bereits in ihrer Entstehungsphase unter Kontrolle gebracht und in den meisten Fällen auch gelöscht werden können.

Autoren: Peter Proschek , WEKA Redaktion

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