09.11.2016

Personalreport: DGB fordert zukunftsfähige Personalpolitik

Der DGB hat einen Personalreport 2016 für den öffentlichen Dienst erstellt. Danach sind zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst weniger als noch 1991. Zugleich haben geringfügige Beschäftigungen, Befristungen und Teilzeit zugenommen. Für die derzeit 4,65 Millionen Beschäftigten heißt das: Größere Unsicherheit und zunehmende Arbeitsverdichtung. Nach Auffassung des DGB muss sich die Situation ändern - auch, um die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu erhalten.

Personalplanung Betriebsrat

Wie hat sich die Beschäftigung im öffentlichen Dienst in den letzten Jahren entwickelt, wie ist die aktuelle Situation? Das untersucht der DGB einmal im Jahr auf der Grundlage von Zahlen des Statistischen Bundesamts. Im Oktober ist der Personalreport 2016 erschienen. Danach sind die flexibilisierten und atypischen Beschäftigungsformen im öffentlichen Dienst weiter verbreitet als bislang angenommen, Arbeitsverdichtung und Unsicherheit der Beschäftigten nehmen zu.

Veränderung der Beschäftigungsstruktur

Parallel dazu hat sich durch den Anstieg des Frauenanteils, das steigende Durchschnittsalter und die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung und Zeitverträgen auch die Beschäftigungsstruktur erheblich verändert. Hinzu kommt, dass gut sieben Prozent der Arbeitnehmer geringfügig beschäftigt sind.

Gesucht: Fachpersonal für vielfältige Aufgaben

Ein hoher Anteil älterer Beschäftigter stellt Bund, Länder und Kommunen in den kommenden Jahren zudem verstärkt vor die Herausforderung, geeignetes Fachpersonal für die Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben zu gewinnen. Der DGB fordert daher eine zukunftsfähige Personalpolitik – dazu gehört eine bedarfsgerechte Stellenausstattung auf der Grundlage regelmäßiger Personalstrukturanalysen ebenso, wie ein Ende der sachgrundlosen Befristungen.

Autor*in: Werner Plaggemeier (Werner Plaggemeier ist Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“. )