Erwerbsbeteiligung der Generation Z klettert auf Höchststand
Zuletzt aktualisiert am: 14. März 2025

75 % der 20- bis 24-Jährigen sind erwerbstätig
Forschende des IAB haben auf Grundlage von Daten des Mikrozensus, der Bundesagentur für Arbeit und der Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamts das Arbeitsverhalten der Generation Z analysiert und gefragt, ob sich diese Altersgruppe tatsächlich schwächer am Arbeitsmarkt als früher beteiligt. Die Ergebnisse zeigen, dass 75 % der 20- bis 24-Jährigen erwerbstätig sind. So ist die Erwerbsbeteiligung der Generation seit 2015 überdurchschnittlich um mehr 6 Prozentpunkte auf rund 76 % gestiegen. 2015 ist dabei das Jahr, in dem der erste Jahrgang der Generation Z in die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen vorrückte. In den Jahren 1995 bis 2015 war die Erwerbsbeteiligung dieser Altersgruppe dagegen konstant gesunken. Im Vergleich dazu hat die Erwerbsbeteiligung der 25- bis 64-Jährigen im gleichen Zeitraum ihren langfristigen Aufwärtstrend fortgesetzt und ist um 2,8 Prozentpunkte auf fast 87 % gestiegen. Damit fällt der Anstieg deutlich geringer aus als bei den Jungen.
Mehr Studierende mit Nebenjobs
Die höhere Erwerbsbeteiligung Jüngerer resultiert vor allem aus einem wachsenden Anteil Studierender mit Nebenjobs: Die Erwerbsquote unter Studierenden im Alter von 20 bis 24 Jahren zwischen 2015 und 2023 hat um 19,3 Prozentpunkte auf 56 % zugenommen. Gleichzeitig ist die Erwerbsquote unter allen Nichtstudierenden dieser Altersgruppe im genannten Zeitraum ebenso gestiegen – um 1,6 Prozentpunkte auf 85,9 %. Der Anstieg der Erwerbsquoten sei zu großen Teilen, aber nicht ausschließlich, auf eine höhere Erwerbsbeteiligung unter Studierenden zurückzuführen, wie IAB-Forscher Timon Hellwagner meint. Dieser Befund widerspreche gängigen Klischees in Bezug auf die mangelnde Arbeitsbereitschaft der Generation Z, passe aber zu weiteren generationsspezifischen Ergebnissen. Junge Leute wechseln heute nicht häufiger den Job als früher und auch die Entwicklung der gewünschten Arbeitsstunden bei den Jungen unterscheide sich nicht von denen älterer Arbeitnehmenden.