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Der unermessliche Wert der Gesundheit

Die letzte Hitzewelle im Juni dieses Jahres verdeutlichte einmal wieder, wie stark die Gesundheit vieler Menschen beeinträchtigt werden kann, wenn allein die klimatischen Bedingungen zum Leben und Arbeiten aus dem Ruder laufen. So standen auch aktuelle Herausforderungen des Gesundheits- und Sozialwesens während der 58. Richterwoche des Bundessozialgerichts in Kassel auf der Agenda. Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Wissenschaft, Politik und Selbstverwaltung diskutierten brennende Probleme rund um das Thema „Wert der Gesundheit“.

Mann streckt sich, ist entspannt

Gesundheit hat gesellschaftliche Relevanz

Wie zentral die Bedeutung der Gesundheit als gesellschaftlicher Wert ist, betonte die Präsidentin des Bundessozialgerichts, Dr. Christine Fuchsloch in ihrer Eröffnungsrede, in der sie zudem einen Blick auf anstehende gesetzliche Entwicklungen im Sozialrecht warf. Den Eröffnungsvortrag zum Thema „Der Sozialstaat und das gute Leben“ hielt Prof. Dr. Reiner Anselm von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Finanzielle Tragfähigkeit des Gesundheitswesens

Im Fokus weiterer Fachvorträge stand die Gesundheitskompetenz in Deutschland generell sowie die Frage, inwieweit Erkrankungsrisiken bereits als Krankheit verstanden werden können. Am zweiten Veranstaltungstag standen die Krankenhausreform und die Zukunft der Gesundheitsfinanzierung mit der Frage „Und wer bezahlt das?“ im Mittelpunkt. In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion diskutierten Expertinnen und Experten aus Ministerien, Wissenschaft und Selbstverwaltung sowie Vertreter der Ärzte und Krankenhäuser über die finanzielle Tragfähigkeit und Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitswesens.

Gesundheit in Recht, Politik und Gesellschaft

Die Teilnehmenden der 58. Richterwoche konnten zudem interaktive Programmpunkte wahrnehmen. So stellten sich in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften die Senate des Bundessozialgerichts im Rahmen eines fachlichen Austauschs den Fragen der Teilnehmenden. Auch die Praxis durfte nicht fehlen. Begleitende Bewegungs- und Entspannungsangebote machten das Tagungsmotto auch praktisch erlebbar. Die Richterwoche bot damit nicht nur Raum für fachlichen Austausch, sondern setzte zugleich ein Zeichen für die Bedeutung von Gesundheit in Recht, Politik und Gesellschaft. Die Richterwoche endete mit einem literarischen Schlusspunkt: mit einer Lesung aus dem Roman „Die Unbeirrbaren“ von Deike Wichmann. Gemeinsam mit Susanne Selbert erinnerte die Autorin an die historische Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz.

Autor*in: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)