23.06.2016

Anschlagmittel

Was sind Anschlagmittel und wie können Sie Anschlagmittel sicher benutzen? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Anschlagmittel

Unter einem Anschlagmittel versteht man eine Lastaufnahmeeinrichtung. Anschlagmittel zählen nicht zum sogenannten „Hebezeug“. Sie dienen i.d.R. als Verbindungsglied zwischen dem Hebezeug sowie dem dazugehörigen Tragmittel und dem Lastobjekt oder zwischen dem Lastobjekt und einem weiteren nicht zum Hebezeug gehörenden Lastaufnahmemittel und dem Tragmittel.

Wichtig ist, dass auf allen Anschlagmitteln die höchstzulässige Tragfähigkeit angegeben sein muss.

Anschlagmittel – Vorschriften

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

  • DGUV Regel 109-004 Rundstahlketten als Anschlagmittel in Feuerverzinkereien
  • DGUV Regel 109-005 Gebrauch von Anschlag-Drahtseilen
  • DGUV Regel 109-006 Gebrauch von Anschlag-Faserseilen

Sichere Benutzung von Anschlagmitteln

Bei der Benutzung von Anschlagmitteln ist darauf zu achten dass diese für die entsprechende Verwendung geeignet sind, Voraussetzung hierfür ist zunächst die Einsatztauglichkeit, d.h. dass das Arbeitsmittel keine Schäden aufweist und im Rahmen der Prüffrist (längstens ein Jahr) von einem Sachkundigen geprüft wurde.

Prüfung von Anschlagmitteln

Eine Liste mit allen prüfpflichtigen Arbeitsmitteln und allen Prüffristen und eine Checkliste „Prüfung von Anschlagmitteln“ finden Sie im Downloadbereich.

Schäden können insbesondere auftreten, wenn Anschlagmittel bei der Verwendung über Kanten gezogen werden. Dies sollte vermieden werden, da sonst Abreibungen oder Risse im Material entstehen können, was zu einer verminderten Tragfähigkeit führen kann. Beim sog. „Anschlagen“ ist darauf zu achten, dass die Lastmittel sowie die Anschlagmittel selbst sich nicht selbst unbeabsichtigt verschieben oder sogar lösen.

Bei der Verwendung von Anschlagketten ohne Tragkraftanhänger muss darauf geachtet werden, dass die wiederkehrende Verwendung von einzelnen Kettengliedern nur dann zulässig ist, wenn sich ein Stempel auf ihnen befindet, der einen Rückschluss auf den Hersteller und das Kettenmaterial zulässt. Ansonsten ist die Verwendung unzulässig und stellt eine Gefährdung dar, da keine Qualitätsaussage möglich ist.

Unter Anschlagmitteln versteht man beispielsweise Anschlagseile, Anschlagketten oder Hebebänder, aber auch Zubehörteile wie z.B. Haken, Ösen, Ringe, Verbindungs- und Verkürzungsglieder oder Schrauben.

Autor: WEKA Redaktion