12.06.2017

Ausbildung im öffentlichen Dienst auf guter Grundlage

Im öffentlichen Dienst hat etwa die Hälfte der Neuanfänger bei den Auszubildenden Abitur. Das geht aus dem Berufsbildungsbericht 2017 hervor. Im Jahr 2015 waren es 52,6 Prozent; 43,2 Prozent hatten einen Realschulabschluss.

Ausbildung im öffentlichen Dienst

Höherer Anteil an Abiturienten, mehr abgeschlossene Verträge

Der Anteil an Abiturienten bei der Berufsausbildung über alle Branchen hinweg betrug 2015 etwas mehr als 25 Prozent. Der weitaus höhere Anteil an Abiturienten bei der beruflichen Ausbildung im öffentlichen Dienst lässt auf ein hohes Interesse an einer Tätigkeit in diesem Bereich schließen. Dafür spricht auch, dass 2016 im öffentlichen Dienst mit 13.800 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bundesweit insgesamt 519 Verträge (+3,9 %) mehr abgeschlossen wurden als 2015. In Westdeutschland stieg die Anzahl um 284 bzw. +2,7 % auf 10.901, in Ostdeutschland um 235 bzw. +8,8 % auf 2.899.

Ausbildung im öffentlichen Dienst: Leichter Rückgang bei Industrie und Handel

Der Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel verzeichnete 2016 hingegen einen leichten Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen. Verglichen mit dem Vorjahr sank die Zahl der Neuabschlüsse bundesweit um 3.942 (–1,3 %) auf 304.303. Rückgänge finden sich sowohl in West- als auch in Ostdeutschland. Mit insgesamt 260.215 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wurden in Westdeutschland 3.280 Verträge (–1,2 %) weniger abgeschlossen als im Vorjahr. In Ostdeutschland wurden 44.088 Verträge abgeschlossen, 662 (–1,5 %) weniger als im Vorjahr. Mit einem bundesweiten Anteil von 58,5 % (2015: 59,0 %) ist der Bereich Industrie und Handel nach wie vor der größte Zuständigkeitsbereich.

Autor: Werner Plaggemeier (langjähriger Herausgeber der Onlinedatenbank „Personalratspraxis“)