25.11.2016

Wasseraufbereitung durch Gasaustausch

Wasserrecht

Gasaustausch ist ein Verfahren der Wasseraufbereitung, bei dem im Rahmen der Wasseraufbereitung dem Wasser entweder gasförmige Bestandteile entzogen (Entgasung von Wasser) oder zugefügt (Begasung von Wasser) werden.

Entgasung von Wasser

Es wird im Wesentlichen unterschieden zwischen:

  • Druckentgasung (Überdruck oder Vakuum)
  • Membranentgasung
  • chemischer Entgasung

Bei der Druckentgasung und der Vakuumentgasung werden im Reaktionsraum Temperatur und Druck so gewählt, dass die im Wasser absorptiv gelösten Gase (siehe Absorption) automatisch in die Dampfphase übergehen (siehe Desorption) und nach außen abgeführt werden können. Druckentgasungsverfahren werden z.B. in Kesselspeisewasserkreisläufen zur Entfernung von Kohlendioxid (CO2) und zum Austrag von Sauerstoff zur Vermeidung von Korrosion durchgeführt. Auch die Entfernung von flüchtigen organischen Stoffen ist mit dieser Form der Entgasung möglich.

Die Membranentgasung ist eine Variante der Vakuumentgasung und ein noch recht junges Verfahren. Dabei wird an einer wasserabweisenden (hydrophoben) Membran gasseitig ein Vakuum angelegt. Die im Wasser enthaltenen Gasmoleküle reichern sich an der Membranoberfläche an, diffundieren in die Membran und werden durch das Vakuum abgesaugt. Das Verfahren ist abhängig von der Gasdurchlässigkeit der Membran und der Höhe des Vakuums. Es wird z.B. als Vorstufe zur Sauerstoffentfernung bei der Reinstwasseraufbereitung für die Halbleiterindustrie in Betracht gezogen.

Bei der chemischen Entgasung von Kesselspeisewasser …

Autor: WEKA Redaktion

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