Fachbeitrag | Logistik 09.05.2016

Intermodaler Verkehr – Logistiktrend der Zukunft

Der intermodale Verkehr ist heute eine allgemein anerkannte Strategie zur Senkung der Umweltbelastung sowie zur Entlastung des Straßen- und Autobahnnetzes. „Intermodal“ ist ein Begriff, der jedem Logistiker vertraut ist. Doch um was genau geht es bei der Intermodalität in der Transportkette? Nach welchen Kriterien werden die Verkehrsmittel gewählt? Welche Kombinationsvarianten sind verfügbar? Worin liegen die Vorteile für Spediteure und Logistiker?

Intermodaler Verkehr

Intermodaler Verkehr ist eine Unterart des multimodalen Verkehrs und beschreibt eine mehrgliedrige Kette, bei der ein und dieselbe Transport– oder Ladeeinheit mit mindestens zwei verschiedenen Verkehrsträgern befördert wird.

Kombinierter Verkehr

Eine besondere Form des intermodalen Güterverkehrs ist der kombinierte Verkehr (kurz: KV), bei dem Lkw-Sattelauflieger oder andere Ladeeinheiten wie etwa Container oder Wechselbrücken über längere Distanzen auf der Schiene oder der Wasserstraße transportiert werden. Der Lkw wird hier in der Regel nur über eine kurze Strecke eingesetzt, um die Container und Wechselbrücken zur Bahn oder zum Binnenschiff hin zu transportieren oder am Entladeort abzuholen, um sie danach auszuliefern. In der Branche wird zwischen der Variante des unbegleiteten Verkehrs und der des begleiteten Verkehrs – auch „rollende Landstraße“ (RoLa) genannt – unterschieden.

Der kombinierte Verkehr bezieht sich auf intermodale Lösungen, bei denen der überwiegende Teil der zurückgelegten
Strecke mit der Eisenbahn, dem Binnenschiff oder dem Seeschiff bewältigt wird, während der Vorlauf und der Nachlauf
auf der Straße so kurz wie möglich gehalten werden.

Förderrichtlinien und Fördersystem

Bereits seit 1998 unterstützt die Bundesregierung mit einer Förderrichtlinie den kombinierten Verkehr und die Stärkung des intermodalen Verkehrssystems. So wird die Verlagerung auf die Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße gefördert. Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur das Fördersystem für den kombinierten Verkehr neu konzipiert.

Dadurch wird die Förderung von Umschlaganlagen – bei der Zuwendungen für den Bau, die flächenmäßige Erweiterung und den Ausbau von privaten Umschlaganlagen des kombinierten Verkehrs gewährt werden – fortgeführt. Die Richtlinie wurde später noch um die Förderung von Schiene-Schiene- und Wasserstraße-Wasserstraße-Umschlägen erweitert. Aktuelle Informationen zur Förderung und Antragstellung sind über die zuständigen Bewilligungsbehörden Eisenbahn-Bundesamt (EBA) sowie Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) erhältlich.

Zeithorizont 2025

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurde ein Entwicklungskonzept für
den kombinierten Verkehr in Deutschland mit dem Zeithorizont 2025 erarbeitet. Dieses Gutachten nutzen Bewilligungsbehörden als Entscheidungshilfe, um die bisher standortbezogene Förderung zu einer Förderung unter
Berücksichtigung der Netzbildungsfunktion der Umschlaganlagen weiterzuentwickeln.

Als Alternative zum Straßengüterverkehr hat sich auf langen Strecken der kombinierte Verkehr erwiesen, der in den letzten Jahren Marktanteile hinzugewinnen konnte. Durch die Wahl eines umweltfreundlichen Transportmittels im Hauptlauf kann der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden.

Wahl des Verkehrsmittels

Die Wahl des passenden Verkehrsmittels ist schwierig, weil jede Transportart sowohl Stärken und Vorteile als auch
Schwächen in sich birgt. Das Schiff befördert riesige Mengen von Gütern unter günstigem Energieverbrauch, kann aber
auch Umweltschäden verursachen. Der Lkw wiederum ist aufgrund seiner Flexibilität sehr leistungsfähig, belastet jedoch durch die mit seiner geringen Ladekapazität zusammenhängende Massenhaftigkeit stark die Infrastruktur und
auch die Luftqualität.

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Autor: Dieter Göllner