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Deutscher Bauherrenpreis 2026: 30 Projekte nominiert

Zum alljährlich ausgelobten Deutschen Bauherrenpreis 2026 sind die Nominierten bekannt gegeben worden. Insgesamt wurden 30 Wohnungsbauprojekte in einem zweistufigen Verfahren von einer interdisziplinär zusammengesetzten Jury unter dem Vorsitz von Professor Jörn Walter, ehemaliger Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, ausgewählt.

Entwürfe, Baupläne liegen auf Tisch, Architekt macht Notizen

An der diesjährigen Auslobung hatten sich deutschlandweit 176 Wohnungsbauprojekte beteiligt, die zwischen 2022 und 2025 fertiggestellt wurden. Der Deutsche Bauherrenpreis zeichnet seit nunmehr 40 Jahren herausragende Wohnungsbauprojekte aus, die sich sowohl mit hoher Qualität als auch zu tragbaren Kosten auszeichnen, einen Anspruch, der den Preis in Deutschland einzigartig macht.

In den deutschen Städten besteht ein hoher Bedarf an bezahlbarem und gleichzeitig qualitativ gutem Wohnraum. Der Deutsche Bauherrenpreis zeigt seit vielen Jahren konkret, wie das gelingen kann. Eine Voraussetzung dafür ist, dass Bauherren, Planende und Kommunen früh zusammenarbeiten und Projekte gemeinsam entwickeln. Gleichzeitig bestehen aber auch ganz neue Herausforderungen. Denn unter den derzeitigen Rahmenbedingungen sind viele Projekte so kaum noch umsetzbar. Steigende Standards, unsichere Förderbedingungen und immer neue Vorgaben machen das Bauen kostspieliger und verlangsamen den Bauprozess. Deshalb müssen Verfahren vereinfacht und Planung und Vergabe besser verzahnt werden.

Die diesjährigen Preisträger des Deutschen Bauherrenpreises werden am 29. Juni 2026 bei der Preisverleihung im Rahmen des WohnZukunftsTages des GdW auf dem Euref-Campus in Berlin bekannt gegeben und gewürdigt. Der Deutsche Bauherrenpreis wurde von der Arbeitsgruppe „Kooperation“, bestehend aus dem Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und dem Deutschen Städtetag ausgelobt und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla unterstützt.

Unter den Nominierten zum Deutschen Bauherrenpreis 2026 finden sich unterschiedlichste Bauprojekte in Kommunen jeglicher Größenordnung, wie beispielsweise ein geförderter Wohnungsbau mit Arztpraxis in der Gemeinde Auerbach, die auch die Bauherrschaft innehat, ausgeführt von dem Architekten Bert Reiszky. Ein weiteres nominiertes Projekt ist das Hartmannstift in Bremen, Bauherrschaft: Procon‑Gruppe, ELB Real Estate, Bremen, Architekten sind Schönborn Schmitz Architekten GbR und Procon Realisierungsgesellschaft, Bremen. In Bremerhaven befindet sich das Kalksandsteinwerk unter der Bauherrschaft GEWOBA AG Wohnen und Bauen mit dem Architektenbüro Spengler Wiescholek Architektur//Stadtplanung PartGmbB auf der Liste der Nominierten. Weitere nominierte Projekte sind die Adlerstraße – Wohnen in der Schule in Dortmund, die Platensiedlung in Frankfurt am Main unter der Bauherrschaft ABG Frankfurt Holding GmbH und der Sportplatzring Stellingen in Hamburg unter der Bauherrschaft SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg. Soziale Bauprojekte stehen mit der Schlichtergasse: Sozialer Wohnraum Neu Gedacht in Lörrach oder dem Projekt Alterswohnen Am Ufertal, Neunburg vorm Wald, auf der Nominiertenliste.

Autor*in: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)