Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiterhin unter Druck
Die Arbeitsmarktzahlen im Juli 2026 zeigen einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent. Ursache dafür ist die Sommerpause mit Abschluss des Schuljahrs und Ende des Ausbildungsjahrs, nach dem zunächst viele junge Menschen für kurze Zeit arbeitslos sind, wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales verkündet. Im Vormonat lag die Quote bei 6,2 Prozent, im Juli 2025 bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um rund 71.000 auf rund 3.007.000. Die Arbeitslosigkeit im Juli stieg im Durchschnitt der letzten drei Jahre um 70.000 Personen.
Zuletzt aktualisiert am: 18. September 2026

Dementsprechend ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 9.000 Personen auf 34,83 Millionen gesunken. Ohne die Beschäftigungsaufnahmen ausländischer Staatsangehöriger würde die Zahl der Beschäftigten seit Längerem noch stärker sinken. Knapp sechs Millionen (5,99 Millionen) Ausländerinnen und Ausländer waren im Mai in Deutschland beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 185.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht vollständig auf Personen aus sogenannten Drittstaaten zurück.
Kriege und Krisen belasten die Wirtschaft
Die deutsche Industrie steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Kriege und Krisen belasten die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt immens. Die Bundesregierung hält hier dagegen, wie Bundesministerin Bärbel Bas in einer Pressemitteilung erklärt. Unterstützt würden Betriebe ebenso wie Bürgerinnen und Bürger. Dafür würden Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung, mit Bürokratieabbau, Sozialstaatsreformen und Qualifizierung fließen.
Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist noch in Bewegung
Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahrs am 1. August starten viele junge Menschen in den nächsten Wochen in ihr Berufsleben. Gleichzeitig gebe es eine große Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss. Das erhöhe das Risiko, in späteren Jahren arbeitslos zu werden und zu bleiben.
Der Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist zwar noch in Bewegung. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit ist allerdings so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Dabei ist für Unternehmen die Ausbildung junger Menschen zentral: Sie decken damit ihren Personalbedarf und vermeiden Engpässe bei Fachkräften. Mit Blick auf die Demografie in unserem Land wäre es sehr kurzsichtig, nicht auszubilden. Die Azubis von heute seien die dringend benötigten Fachkräfte von morgen und entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Agenturen für Arbeit beraten Arbeitgeber und Jugendliche umfassend zu allen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten, wie Bas weiter unterstreicht.