23.06.2016

Arbeitsschutz auf Baustellen

Ingenieur in der Produktion

Ein Arbeitsplatz auf Baustellen stellt besondere Anforderungen an den Arbeitsschutz, denn er ist meistens gekennzeichnet durch harte körperliche Arbeit, den Witterungsverhältnissen und dem Arbeitsfortschritt entsprechend wechselnde Rahmenbedingungen, oft auch durch die gleichzeitige oder aufeinanderfolgende Anwesenheit mehrerer Unternehmen und Zeitdruck wegen einzuhaltender Fertigstellungstermine.

Diese Vorschriften sind zu beachten

Arbeitsplätze auf Baustellen entstehen bei der Erstellung, Änderung oder Instandsetzung und beim Abriss von baulichen Anlagen. Es gibt sie z.B. im Straßenbau, im Garten-/Landschaftsbau, beim Bau von Häusern, Bahnhöfen, Flughäfen, Brücken oder auch bei Montagearbeiten.

Gesetze, Vorschriften und Rechtsprechung

§ 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Baustellenverordnung (BaustellV)
ASR A1.3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
ASR A1.8 – Verkehrswege
ASR A2.1 – Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen
ASR A2.2 – Maßnahmen gegen Brände
ASR A2.3 – Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan
ASR A4.2 – Pausen- und Bereitschaftsräume
ASR A4.3 – Erste Hilfe
RAB 01 – Gegenstand, Zustandekommen, Aufbau, Anwendung und Wirksamwerden der RAB
RAB 10 – Begriffsbestimmungen (Konkretisierung von Begriffen der BaustellV)
RAB 30 – Geeigneter Koordinator (Konkretisierung zu § 3 BaustellV)
RAB 31 – Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan – SiGePlan
RAB 32 – Unterlage für spätere Arbeiten (Konkretisierung zu § 3 Abs. 2 Nr. 3 BaustellV)
RAB 33 – Allgemeine Grundsätze nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes bei Anwendung der Baustellenverordnung

Arbeitsschutz auf Baustellen – Anforderungen und Zuständigkeit

Ein Arbeitsplatz auf Baustellen birgt besondere Risiken im Arbeitsschutz und es gelten andere Anforderungen an die Verantwortlichen als bei jedem anderen Arbeitsplatz.

An erster Stelle stehen Sicherheit und der Gesundheitsschutz der am Bau beteiligten Arbeitnehmer. Deshalb wird seit 1998 nach § 4 BaustellV zur Koordinierung aller Schutzbelange auf Baustellen ein Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo), verlangt, den der Bauherr als Initiator der Baumaßnahme bestellt. Die Verantwortung beginnt bereits in der Planungsphase und reicht von der Baustellenorganisation über Brand- und Unfallschutzmaßnahmen bis zur geeigneten Kleidung für Arbeitnehmer auf Baustellen.

Auch für Risiken aus Unwetterschäden und Diebstahl auf der Baustelle haftet der Bauherr, der sich in der Regel durch eine Versicherung dagegen schützt.

Die Verantwortung für die termingerechte …

Autor: Renata Kasravi

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