23.06.2016

Verhältnisprävention und Verhaltensprävention

Arbeitssicherheit

Bei der Minderung der Ursachen von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz wird in der Regel unterschieden zwischen Verhältnisprävention und Verhaltensprävention. Die beiden Ansätze widersprechen sich nicht, sondern ergänzen sich im Optimalfall vielmehr.

Stress – Definition

Der Begriff Stress kann auf verschiedene Weise definiert werden. Am häufigsten wird er im alltäglichen Sprachgebrauch als Synonym für „psychische Belastungen“ benutzt. „Im Stress sein“ oder „Stress haben“ wird hier verwendet, wenn psychische Belastungen zu hohen psychischen Beanspruchungen führen, beispielsweise bei Leistungsdruck oder bei unpassenden Arbeitsanforderungen. Stressauslöser, auch Stressoren genannt, können von verschiedenen Personen unterschiedlich aufgenommen werden und damit zu unterschiedlichen Stressreaktionen führen. Zudem unterscheidet man zwischen „positivem“ und „negativem“ Stress. Der Begriff ist ursprünglich der Werkstoffkunde entnommen und beschreibt dort die Veränderung eines Materials durch äußere Krafteinwirkung.

Verhältnisprävention und Verhaltensprävention

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Ansätzen bei der Vorbeugung von Stress bzw. psychischer Fehlbelastungen:

  • Verhältnisprävention, die sich mit den Umständen des Arbeitsplatzes beschäftigt,
  • Verhaltensprävention, deren Fokus auf dem Verhalten der entsprechenden Person liegt.

Im besten Fall sollten beide Ansätze zusammenwirken. Wichtig ist in beiden Fällen der Aufbau von sogenannten Ressourcen, die als Kraftquellen den Abbau von Stressbelastungen begünstigen können.

Maßnahmen der Verhältnisprävention

Maßnahmen der Verhältnisprävention beinhalten eine Beseitigung negativer Einflüsse der Arbeitsumgebung, beispielsweise Lärm. Aber auch Veränderungen der Arbeitsorganisation oder der Aufgaben sind ein wichtiger Bestandteil. Faktoren wie realistische Zeitvorgaben, angemessene Pausengestaltung und ergonomische Arbeitsgestaltung sind hier von besonderer Bedeutung.

Maßnahmen der Verhaltensprävention

Verhaltensprävention hingegen beinhaltet vor allem Änderungen persönlicher Risikofaktoren. Hier wird explizit auf negative Einstellungen eingewirkt. Denn verfügt eine Person über ausreichend persönliche Ressourcen, werden Stressoren besser aufgenommen und führen zu einer geringeren psychischen Beanspruchung. Dieses Ziel kann infolge von erfolgreichen Stressmanagement-Seminaren erreicht werden.

Autor: WEKA Redaktion

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