12.05.2021

Aufbau der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation

Unter dem Begriff Arbeitsschutzorganisation fasst man alle Maßnahmen zusammen, die der Arbeitgeber trifft, um seinen gesetzlichen Verpflichtungen (beispielsweise gemäß Arbeitsschutzgesetz) für den Arbeitsschutz nachzukommen.

Handschlag

Unter dem Begriff Arbeitsschutzorganisation fasst man alle Maßnahmen zusammen, die der Arbeitgeber trifft, um seinen gesetzlichen Verpflichtungen (beispielsweise gemäß Arbeitsschutzgesetz) für den Arbeitsschutz nachzukommen. Um sicherzustellen, dass alle nötigen Maßnahmen umgesetzt und in die betriebliche Führungsstruktur eingebunden werden, bedarf es einer ausgearbeiteten Organisation, die die koordinierte Zusammenarbeit aller im Arbeitsschutz tätigen Personen wie beispielsweise des Betriebsarztes, der Sicherheitsfachkraft oder des Brandschutzbeauftragten, sicherstellt. Grundvoraussetzung für eine funktionierende Arbeitsschutzorganisation ist die Bereitstellung von Personen und Sachmitteln.

Vorschriften und Rechtsprechung

  • § 3 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • DGUV Vorschrift 1 – Allgemeine Vorschriften
  • DGUV Vorschrift 2 – Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit

 

Der Arbeitgeber als Hauptverantwortlicher

Gemäß § 3 des Arbeitsschutzgesetzes ist der Arbeitgeber verpflichtet, für eine geeignete Arbeitsschutzorganisation zu sorgen. Damit gilt er als Hauptverantwortlicher und muss alle nötigen Maßnahmen treffen, deren Wirksamkeit überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Außerdem hat der Arbeitgeber den Arbeitsschutz in die betrieblichen Führungsstrukturen einzubinden und dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten ihren Mitwirkungspflichten nachkommen können. Er kann jedoch einzelne Aufgaben aus dem Arbeitsschutz auf fachkundige Personen übertragen.

 

Vorteile einer präventiv ausgerichteten Arbeitsschutzorganisation

Auch wenn eine detaillierte Organisation des Arbeitsschutzes einen hohen Zeit- und Energieaufwand erfordert, macht sich ein systematisch geregelter Arbeitsschutz für jedes Unternehmen bezahlt. Wenn die unterschiedlichen Maßnahmen von der Führungs- bis zur Mitarbeiterebene gleichermaßen ernst genommen und gewissenhaft umgesetzt werden, werden schon bald die ersten Erfolge wie erhöhte Motivation, geringere Ausfall- und Krankheitszeiten und damit verbunden auch geringere Kosten sichtbar. Doch nicht nur innerbetrieblich bringt eine gute Arbeitsschutzorganisation Vorteile, denn auch nach außen hin wird der vorbildliche Umgang mit dem Thema Arbeitsschutz ein positives Licht auf den Betrieb werfen.

 

Autor: WEKA Redaktion