10.05.2017

Jetzt neu: DIN V 18599-12 Tabellenverfahren für Wohngebäude

Dieser Teil der Vornorm DIN V 18599 behandelt das Tabellenverfahren für Wohngebäude und ist im April 2017 veröffentlicht worden.

DIN 18599

Das Tabellenverfahren für den Wohnungsbau bewertet den Energieaufwand der Anlagentechnik jährlich unter Verwendung der mittleren jährlichen Belastung und beruht auf insgesamt 312 Seiten. Damit handelt es sich hierbei um einen doch recht umfangreichen Normenteil, der aber zu einem sehr großen Teil aus Tabellen besteht. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein einfaches Tabellenverfahren, bei dem keine Iteration erforderlich ist, sodass man diese Berechnung sogar mit der Hand erledigen könnte.

Hinweis für die Praxis

Die Grundlage der Berechnungen für das Tabellenverfahren beruht auf dem Standort Potsdam, kann aber auch für andere Standorte berechnet werden, und so müssen Änderungen der Klimadaten vorgenommen werden. Dies betrifft die Tabellen 8 bis 11, 17, 23 bis 28, 68 bis 71, 75 bis 78, 110 bis 112, 115, 130 bis 133, 152 bis 154, A4, A14, A18, A21 und A24.

Berechnung Energiebedarf Anlagentechnik

Die Berechnung der Energiebedarfswerte der Anlagentechnik erfolgt im Tabellenverfahren. Die Basis hierfür sind Aufwandszahlen, die entweder direkt in Tabellen abgelesen oder mithilfe von anderen Tabellen einfach bestimmt werden können. Die Berechnungen können für das gesamte Gebäude oder auch nur für bestimmte Gebäudezonen durchgeführt werden.

Berechnung Nutzenergiebedarf für Heizen und Kühlen

Die Berechnung des Nutzenergiebedarfs erfolgt ebenfalls im Tabellenverfahren nach den gleichen Ansätzen, die in Teil 10 und 11 der DIN V 18599 enthalten sind. Im Tabellenverfahren für den Wohnungsbau werden lediglich Zwischengrößen zusammengefasst, die dann eine tabellarische Ermittlung erlauben, wenn jeweils von den maximalen Wärmeströmen ausgegangen wird. Gleiches gilt für den Nutzenergiebedarf von Trinkwarmwasseranlagen.

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Autor: Heike Kempf (Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Arbeitsgruppe Baukonstruktion, Ingenieurholzbau und Bauphysik an der Universität Siegen.)