Fachbeitrag | Management
06.05.2015

Fachkräftemangel durch Personal aus dem Ausland begegnen

Einarbeitung ausländischer Fachkräfte – aber richtig!

Die Arbeitsmarktzahlen sind so gut wie nie. Aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit. Doch den Unternehmen geht das Personal aus. Immer öfter müssen immer mehr Firmen ausländische Arbeitskräfte einstellen. Das Problem: deren möglichst rasche Einarbeitung. Wie dem zu begegnen ist, steht im aktuellen Newsletter für Mitarbeiterführung „Führung & Management“ 6/2015.

Fachkräftemangel©[MK-Photo] /​ fotolia.com

Nachhaltige Personal– und Nachwuchssorgen

Kissing. 6. Mai 2015 – In vielen Branchen herrschen nachhaltige Personal- und Nachwuchssorgen. Es gibt keine oder nur ungeeignete Kandidaten aus Deutschland. Positionen bleiben vakant. Darauf macht jetzt „Führung & Management“ aufmerksam. In seinem Beitrag weist der Fachjournalist für Technologiethemen sowie Zeit- und Selbstmanagement Stephan Lamprecht auf die mit der Einstellung ausländischer Arbeitskräfte verbundenen Probleme hin.

Harmonisierung des Arbeitsmarkts

Lamprecht: „Die europäische Harmonisierung des Arbeitsmarkts lässt den Blick der HR-Abteilungen oft sehr erfolgreich ins nahegelegene Ausland schweifen.“ Lamprecht war selber viele Jahre als Führungskraft in Unternehmen tätig. Ihm zufolge ist der Einstieg in Unternehmen für neue Kollegen mehr als der Wechsel eines Arbeitgebers. Verbunden damit sei ein Umzug in eine fremde Stadt. Dies stelle gerade die ausländischen Kollegen vor massive Herausforderungen. Lamprecht: „Das würde bereits für Arbeitnehmer aus Deutschland zu einem Problem.“

Volle Leistung gefordert

Die neuen Kollegen müssten dennoch möglichst rasch ihre volle Leistung abrufen. Sie müssten schnell in das Unternehmen integriert werden. Damit stelle sich gleich zu Beginn eine Reihe von Fragen:

  • Wie lässt sich bezahlbarer Wohnraum finden?
  • Welches Stadtviertel bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und liegt verkehrsgünstig?
  • Und: Wie lässt sich der Vermieter vom Mietangebot überzeugen?

Unternehmen gefordert

Lamprecht: „Das alles organisiert sich nicht von selbst und schon gar nicht aus großer Entfernung.“ Hier seien die Unternehmen gefordert. Sie müssten Hilfen bei Wohnungssuche und Umzug anbieten. Idealerweise organisiere der neue Arbeitgeber das auch gleich in Eigenregie.

Gleichmut und Geduld

Lamprecht plädiert für Gleichmut: „Nehmen Sie sich Zeit! Bleiben Sie geduldig!“, appelliert er an Unternehmer. Bis ein neuer Kollege eingearbeitet sei und die erwartete Leistung bringe, vergehe immer etwas Zeit. Das sei gerade auch bei Mitarbeitern aus dem Ausland so.

Auch private Nöte ansprechen

Insbesondere Führungskräfte sollten sich, so Lamprecht, Zeit für Gespräche nehmen. Dabei sollten nicht nur fachliche Themen zur Sprache kommen, sondern auch private Sorgen und Nöte des neuen Kollegen. Lamprecht an die Adresse der Unternehmer: „Denken Sie daran, wie schwer Sie sich bei so einem Wechsel täten.“

Autor: Franz Höllriegel

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