Fachbeitrag | Bauleitung
11.10.2016

Wasserundurchlässiger WU-Beton

Wasserundurchlässige Betonbauteile sind in der Lage, neben den tragenden Funktionen auch die abdichtenden Funktionen zu übernehmen.

wu-beton@ KingWu /​​​​​ iStock /​​​​​ thinkstock

Dabei ist die Eigenschaft der Wasserundurchlässigkeit nicht nur von der Wahl des entsprechenden Betons abhängig, sondern vor allem auch von den konstruktiven Maßnahmen hinsichtlich Fugenabdichtung und Rissbreitenbegrenzung. Die Wasserundurchlässigkeit gilt dann als erreicht, wenn die Anforderungen an die Begrenzung bzw. die Verhinderung des Wasserdurchtritts durch den Beton, die Fugen und Arbeitsfugen, die Sollquerschnitte, die Einbauteile und Risse erfüllt werden. Eine ganzheitliche Betrachtung des Bauwerks ist daher unumgänglich. WU-Beton ist ein Beton mit hohem Wassereindringwiderstand.

Neben den allgemeinen Festlegungen der Betoneigenschaften bzw. Zusammensetzung und den statischen Erfordernissen ist bei der Planung von WU-Bauteilen Folgendes zusätzlich zu beachten:

  • Ermittlung der Beanspruchungsklasse auf der Grundlage des Bemessungswasserstands
  • Festlegung der Nutzungsklasse
  • Bestimmung der Mindestwanddicken
  • Festlegung des Druckgefälles (i = Quotient der Wasserdruckhöhe zur Bauteildicke an der betrachteten Stelle als potenzieller Ort der Rissbildung) und der rechnerischen Rissbreite wk
  • Konstruktionsdurchbildung hinsichtlich Zwangsbeanspruchung
  • Festlegung der Fugenaufteilung und des Abdichtungssystems
  • Berücksichtigung von Einbauteilen und Durchdringungen
  • Berücksichtigung bauphysikalischer Anforderungen
  • Berücksichtigung des chemischen Angriffs

 

Lesen Sie mehr zu dem Thema WU-Beton in dem Werk Baudetails Hochbau.

Autor: Prof. Dr.-Ing. Rudolf Lückmann

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