News | Praxis
18.06.2015

Begrenzte Menge bei Gefahrgut: die Übergangsfrist endet am 30. Juni 2015

Ein Besuch in der Versandabteilung lohnt sich mehr denn je: Liegen irgendwo in der hintersten Ecke noch die alten LQ-Kennzeichen? Diese können Sie jetzt endgültig entsorgen, denn ab 1. Juli ist für begrenzte Mengen Gefahrgut ein neues ADR-Label erforderlich.

Im Hinblick auf das bevorstehende Ende der Übergangsfrist sollte sorgfältig geprüft werden, ob nach den bisherigen Vorgaben für begrenzte Mengen noch verpackte oder gekennzeichnete Lagerware vorhanden ist.© Fuse /​ Thinkstock

Die bisher gültigen Regeln für begrenzte Mengen wurden bereits im Jahr 2011 überarbeitet. Eine damals festgelegte Übergangsfrist endet nun am 30. Juni 2015. Aber nicht nur die Kennzeichen ändern sich, auch die Mengenobergrenzen wurden angepasst. Im Hinblick auf das bevorstehende Ende der Übergangsfrist sollte sorgfältig geprüft werden, ob nach den bisherigen Vorgaben für begrenzte Mengen noch verpackte oder gekennzeichnete Lagerware vorhanden ist. Es lohnt sich also, einen Blick in das ADR Kapitel 3.4 (In begrenzten Mengen verpackte gefährliche Güter in den Gefahrgutvorschriften) zu werfen.

Begrenzte Menge bringt Vorteile

LQ ist die Abkürzung für Limited Quantities und steht für Gefahrgüter, deren Verpackung und Transport in begrenzten Mengen sinnvoll ist. Häufig werden Spraydosen, Farben oder Lacke als begrenzte Mengen transportiert, denn der logistische Aufwand ist so deutlich geringer als bei herkömmlichen Gefahrguttransporten. Die Begrenzung macht Ausnahmen und damit eine teilweise Befreiung von den Transportvorschriften möglich. Allerdings nur für Versandstücke, die aus einer Innen- und Außen-, also einer Doppelverpackung bestehen. Zudem sind sowohl das Fassungsvermögen wie auch das Gesamtgewicht eingeschränkt.

Autor: Joachim Boenisch

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