20.04.2018

Neue Poster für Gabelstaplersicherheit

Sie piepsen, wenn sie vorwärtsfahren, rückwärtsfahren, vertikal laden oder entladen – und doch passieren immer wieder Unfälle mit Gabelstaplern, auch tödliche. Poster für Gabelstaplersicherheit sollen jetzt das Gefahrenbewusstsein von Profis und Neulingen am Steuer schärfen.

Mehr Sicherheit rund um den Gabelstapler

Mancher Unfall mit Staplerbeteiligung endet tödlich

Für 2016 meldet die aktuelle Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV 12.671 meldepflichtige Unfälle mit Staplerbeteiligung. Sieben davon endeten tödlich, meldet die Staplerplattform Staplerberater.de.

Bei rund jedem dritten Unfall wurde der Staplerfahrer verletzt, noch häufiger andere Personen durch den Stapler oder die Last angefahren, eingequetscht oder anderweitig in Mitleidenschaft gezogen. Dazu kommen jedes Jahr Sachschäden in Milliardenhöhe aufgrund von Unachtsamkeit oder zu schnelles Fahren.

Erfahrene Fahrer mit Praxis

Anders als im Straßenverkehr sind die meisten Unfallverursacher erfahrene Fahrer mit teilweise jahrzehntelanger Praxis auf dem Gerät. Zwar muss jeder Staplerfahrer mindestens einmal im Jahr im Betrieb unterwiesen und dabei auch auf die geltenden Sicherheitsvorschriften hingewiesen werden. Doch das alleine reicht nicht aus, um Unfälle zu vermeiden und sich in Gefahrensituationen richtig zu verhalten.

Sicherheitsposter kostenlos auf Staplerberater.de

Erfahrene Staplerfahrer und Neulinge will man nun gleichermaßen über mögliche Risiken und Gefährdungen aufklären. Zu diesem Zweck hat Staplerberater.de mittlerweile mehrere illustrierte Poster veröffentlicht. Neben zwei Versionen mit jeweils 25 kompakten Tipps für den sicheren Umgang mit Stapler und Last hat die Redaktion zehn weitere Poster erstellt und veröffentlicht. Sie kann man kostenlos herunterladen und im Betrieb aufhängen.

Es gibt jetzt Poster für mehr Sicherheit beim Gabelstaplerfahren kostenlos zum Downloaden.
Erst gurten, dann starten!

Ähnlich den großformatigen Warnplakaten auf deutschen Autobahnen lassen sich Motiv und Botschaft mit einem Blick erfassen und verstehen. Die Poster stehen im PDF-Format zum Download bereit und können im Format DIN A3 oder größer ausgedruckt werden. Hier geht es zur Website von Staplerberater.de.

Staplertechnologie und Arbeitssicherheit

Wie alle anderen Informations- und Serviceangebote auf dem Portal rund um Staplertechnologie und Arbeitssicherheit stehen auch die neuen Sicherheitsposter kostenlos bereit. Sie können frei im Betrieb eingesetzt werden.

Mehr Sicherheit mit dem neuen Jungheinrich-Stapler

Einen weiteren Beitrag zur Sicherheit rund um den Gabelstapler könnte der Hamburger Hersteller von Flurfahrzeugen (FFZ) Jungheinrich bieten. Er hat mit dem neuen Schubmaststapler ETV 216i erstmals ein serienmäßig mit einer fest verbauten Lithium-Ionen-Batterie ausgestattetes Gerät im Angebot. Damit sollen sich Lebenszeit der Batterie und Performance verbessern. Zudem ermöglichten die Akkus eine Überarbeitung des Fahrzeugdesigns von Grund auf.

Der Fahrer soll damit erheblich mehr Bewegungsfreiheit und eine bessere Rundumsicht erhalten.

Mehr Flexibilität des Staplers

Die Batterietechnologie benötige kürzere Ladeintervalle. Dadurch erhöht sich eigenen Angaben des Herstellers zufolge die Produktivität im Lager und ermögliche einen Einsatz rund um die Uhr. Der ETV 216i kann Lasten von bis zu 1.600 kg auf bis zu 10,7 Meter Hubhöhe ein- und auslagern.

Der Hersteller plant, weitere Fahrzeugtypen ebenfalls mit einer fest verbauten Lithium-Ionen-Batterie auszustatten und die Vorteile dieser Technologie auch bei anderen Modellen und Baureihen zu nutzen. Sollte ein Kunde sich nicht mit der neuen Batterietechnik anfreunden können, kann er innerhalb von sechs Monaten nach Auslieferung seines Fahrzeugs diese gegen solche mit konventionellen Blei-Säure-Batterien eintauschen.

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)