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12.03.2015

Unterstützung für Flüchtlingshilfe-Initiativen

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt Initiativen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge und Zuwanderer engagieren, jetzt mit Beratungsangeboten und finanziellen Zuschüssen für ihre Arbeit. Dazu wurde eigens die „Netzwerkstelle Willkommenskultur“ eingerichtet.

Das Münchner Rathaus© juergen2008 /​ iStock /​ Thinkstock

Sachsen-Anhalt richtet Netzwerkstelle „Willkommenskultur“ ein

Vereine, freie Träger, Initiativen und Privatpersonen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge und Zugewanderte engagieren, können in Sachsen-Anhalt ab sofort einen finanziellen Zuschuss für ihre Arbeit erhalten. Zugleich gibt es für sie professionelle Beratung und Unterstützung. Integrationsminister Norbert Bischoff und die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Susi Möbbeck, stellten dazu am Mittwoch dieser Woche (11.3.2015) in Magdeburg die neue „Netzwerkstelle Willkommenskultur“ vor. Sie soll die Initiativen beraten und vernetzen sowie im Bedarfsfall auch finanziell unterstützen.

Das Unterstützungskonzept sieht darüber hinaus vor, dass bereits längere Zeit im Land lebende Zugewanderte als so genannte Brückenbauer fungieren. Sie sollen helfen, das Kennenlernen von Einheimischen und neu ankommenden Ausländern zu verbessern. Die Netzwerkstelle und der Engagement-Fonds sind bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) angesiedelt. Die Tätigkeit der Brückenbauer wird vom Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen (LAMSA) koordiniert.

Aus dem Engagement-Fonds können für ehrenamtliche Vorhaben bis zu 2.500 Euro beantragt werden. Dazu wurde ein vereinfachtes Antragsverfahren entwickelt, damit Geld schnell und unbürokratisch ausgezahlt wird. Mögliche Projekte können neben Begegnungsfesten und Patenschaften auch Freizeitangebote für Flüchtlinge und ehrenamtliche Sprachunterstützung sein.

Für die Förderung einer lokalen Willkommenskultur hat das Land für die Jahre 2015 und 2016 jeweils 350.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Davon sind für 2015 für die Netzwerkstelle und den Engagement-Fonds rund 150.000 Euro und für die Brückenbauer etwa 50.000 Euro vorgesehen.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

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