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12.08.2015

Unterstützungsangebot des Landes kommt gut an

Die neu aufgelegte Förderung für Willkommensinitiativen für Flüchtlinge und Asylsuchende in Brandenburg stößt auf regen Zuspruch. Seit Mitte Juli wurden von Initiativen landesweit bereits knapp 30.000 Euro beantragt. Ein Viertel aller geförderten Projekte sind Deutschkurse.

Das Münchner Rathaus© juergen2008 /​ iStock /​ Thinkstock

Willkommensinitiativen in Brandenburg rufen Fondsmittel rege ab

In Brandenburg gibt es rund 80 ehrenamtliche Initiativen, die Flüchtlinge vor Ort willkommen heißen und versuchen, ihnen den Alltag zu erleichtern. Dieses Engagement unterstützt die Landesregierung mit bis zu 1.000 Euro pro Initiative. Das Geld wird im Fonds für Flüchtlingsinitiativen bereitgehalten, der aus Mitteln des Sozialministeriums, der Staatskanzlei und aller anderen Ministerien gespeist wird. Seit Mitte Juli wurden von Initiativen aus allen Teilen des Landes insgesamt knapp 30.000 Euro beantragt. Die Gelder werden für gemeinsam durchgeführte Fußballturniere, Sprachpatenschaften und Ausflüge verwendet. Aber auch Werkstätten, die alte Fahrräder reparieren und wieder fahrbereit machen, sowie Fortbildungs- und Schulungsprogramme, Maßnahmen zur Vernetzung der ehrenamtlichen Unterstützung (Treffs, „Café International“), Sportprojekte wie „Segeln verbindet“ sowie Tanzkurse und Kulturprojekte unterstützt die Landesregierung mit den Fondsmitteln.

„Der zügige Abruf der Mittel und die Vielfalt der geplanten Projekte zeigen, dass wir hier in Brandenburg auf dem richtigen Weg sind“, so Ministerpräsident Dietmar Woidke. Und Sozialstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt erklärte mit Hinweis darauf, dass ein Viertel aller bisher beantragten Projekte ehrenamtlich durchgeführte Deutschkurse sind, wie wichtig den Flüchtlingen das Erlernen der deutschen Sprache ist. „Gegenseitiges Verstehen baut nicht nur Vorurteile ab, es ist auch eine wichtige Voraussetzung für ein gleichberechtigtes Miteinander“, so Hartwig-Tiedt.

Die Beratung für neue Initiativen erfolgt über das Sozialministerium und die Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement in der Staatskanzlei. Weitere Informationen zur neuen Förderung und Antragsformulare gibt es im Internet unter www.ehrenamt-in-brandenburg.de.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

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