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16.04.2015

Schule für alle entwickelt sich gut

In Hessen besuchen immer mehr Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung oder Behinderung eine allgemeinbildende Schule. Das geht aus der Bilanz von Kultusminister Alexander Lorz zur Entwicklung der schulischen Inklusion hervor. Zurzeit gibt es mehr als 2.400 Inklusions-Schüler.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus© AndreasGarciaM /​ iStock /​ Thinkstock

Hessen kommt beim Ausbau des inklusiven Unterrichts weiter voran

Die Zahl der inklusiv beschulten Schüler in Hessen steigt deutlich. Die Bilanz stellte Landeskultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz jetzt im kulturpolitischen Ausschuss des Landtags vor. „Hessen kommt auf seinem Weg der inklusiven Beschulung sehr gut voran. Im Vergleich zum Vorjahr werden im laufenden Schuljahr 13,7 Prozent mehr Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf neu an allgemeinen Schulen unterrichtet als im Vorjahr“, erklärte Lorz. Aus Sicht des Ministers belegt dies einmal mehr, dass die Schulen in Hessen dem Entwicklungsprozess schulischer Inklusion aufgeschlossen gegenüber stehen und ihre Aufgaben mit großer Verantwortung tragen.

Die Entscheidung über den Förderbedarf treffen die sogenannten Förderausschüsse, die im Vorfeld des laufenden Schuljahrs rund 3.200-mal tagten. Eltern und Lehrkräfte aus der allgemeinen Schule sowie aus den Beratungs- und Förderzentren beraten zusammen mit der Schulleitung der jeweiligen allgemeinen Schule darüber, wie die Schüler individuell am besten gefördert werden können. Zum Schuljahr 2014/15 wurden insgesamt 2.472 Schüler mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung neu an allgemeinen Schulen aufgenommen. Bei 350 Schülern ergab die Empfehlung des Förderausschusses keinen Anspruch auf eine sonderpädagogische Förderung.

Positiv entwickelt hat sich laut Lorz auch die Bereitstellung personeller Ressourcen für den inklusiven Unterricht. In diesem Jahr konnten weit mehr als die in Aussicht gestellten 40 Stellen – nämlich über 120 Stellen – zusätzlich für den Ausbau des inklusiven Unterrichts bereitgestellt werden. Die allgemeinen Schulen werden inzwischen mit 1.815 Förderschullehrerstellen in der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung oder Behinderung unterstützt.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

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