01.10.2015

Bessere Förderung gewährleistet

Inklusion ist an den Schulen in Frankfurt am Main seit Langem Realität. Die Ernennung der Stadt zur „Modellregion Inklusive Bildung“ macht es jetzt möglich, dass Kinder mit Förderbedarf an den Regelschulen besser betreut und gefördert werden können.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus

Frankfurt am Main seit Neuestem „Modellregion Inklusive Bildung“

In Frankfurt am Main spielt der inklusive Unterricht schon seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Daran anknüpfend haben jüngst der hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz und die Bildungsdezernentin der Stadt, Sarah Sorge, den offiziellen Startschuss für die „Modellregion Inklusive Bildung“ in Frankfurt gegeben. Im Rahmen der Modellregion werden Lehrerstellen von Förderschulen an Regelschulen verlagert, um dort die inklusive Beschulung möglich zu machen.

Konkret bedeutet dies in Frankfurt, dass zwei Förderschulen für Kinder mit Lernschwierigkeiten – die Karl-Oppermann-Schule in Unterliederbach und die Wallschule in Sachsenhausen – schrittweise aufgelöst werden. „Ohne die Vereinbarung mit dem Land im Rahmen der Modellregion hätten wir keine Möglichkeit gehabt, mehr Lehrerstellen an unsere Regelschulen zu bekommen. Zudem wird das starke Wachstum Frankfurts in der Vereinbarung besonders berücksichtigt“, so Stadträtin Sorge.

Zu den bereits vier existierenden Modellregionen in Hessen kommen im gerade gestarteten Schuljahr nun mit der Stadt Frankfurt, dem Landkreis Groß-Gerau zusammen mit den Städten Rüsselsheim und Kelsterbach, der Stadt Hanau, dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Kassel fünf weitere Modellregionen mit sieben beteiligten Schulträgern hinzu. Erstmalig schließen sich somit mehrere Schulträger zusammen und dokumentieren dies durch eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung mit dem Land. Insgesamt werden in den neun Modellregionen mit elf Schulträgern rund 44 Prozent aller hessischen Schüler unterrichtet. „Die Umsetzung inklusiven Unterrichts durch Modellregionen erreicht damit ein wichtiges Maß“, so Kultusminister Lorz.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")