19.05.2015

Überzeugende Konzepte für mehr regionale Bioprodukte

Insgesamt zwölf Gemeindebündnisse in Bayern sind Botschafter und Förderer des Bio-Gedankens. Sie nennen sich offiziell „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“. Sieben wurden jüngst ernannt, den ersten fünf war der Status bereits im vergangenen Jahr zuerkannt worden.

Das Münchner Rathaus

Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen in Bayern haben Zuwachs erhalten

Sie dürfen sich als staatlich anerkannte Öko-Modellregionen bezeichnen und sind jetzt zu zwölft: Im Rahmen des bayerischen Wettbewerbs zur Förderung der Produktion heimischer Bio-Lebensmittel wurde jetzt sieben Gemeindebündnissen offiziell dieser besondere Status zuerkannt: dem Landkreis Amberg-Sulzbach mit der Stadt Amberg, der Integrierten Ländlichen Entwicklung Ilzer Land (Landkreise Freyung-Grafenau und Passau), dem Miesbacher Oberland, dem Landkreis Oberallgäu mit der Stadt Kempten, der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal (Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen), dem Landkreis Rhön-Grabfeld sowie der Allianz Waldsassengau (Landkreis Würzburg).

„Sie haben überzeugende Strategien präsentiert, wie Sie in Ihrer Heimat Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit zukunftsweisend umsetzen wollen“, sagte Helmut Brunner, christ-sozialer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei der Überreichung der Urkunden in München. In der ersten Runde des Wettbewerbs „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“, der auch zum Ziel hat, das Bewusstsein für regionale Identität voranzubringen, waren Anfang 2014 bereits fünf Gemeindebündnisse zu Öko-Modellregionen gekürt worden. Den betreffenden Kommunen steht für die Umsetzung der Konzepte mindestens zwei Jahre lang ein Projektmanager zur Seite, dessen Kosten zu 75 Prozent der Freistaat übernimmt.

Die Konzepte der teilnehmenden Kommunen hatte eine zehnköpfige Jury mit Experten aus Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Gastronomie, Vermarktung, Energieerzeugung, ländlicher Entwicklung sowie Umwelt- und Naturschutz begutachtet. Neben der Förderung ökologischer Lebensmittel waren die Aspekte erneuerbare Energien, Energieeffizienz, soziales Engagement im Umweltbereich sowie Aktivitäten für den Natur- und Ressourcenschutz ausschlaggebend. Der Wettbewerb ist ein zentraler Bestandteil der bayerischen Initiative „BioRegio 2020“. Die ersten fünf als Öko-Modellregionen ausgezeichneten Gemeindebündnisse waren 2014 der Landkreis Neumarkt i. d. OPf., die Stadt Nürnberg mit den Landkreisen Nürnberger Land und Roth, die Steinwald-Allianz in der Oberpfalz sowie die oberbayerischen Gemeindeverbünde Waginger See – Rupertiwinkel und Isental.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")