Fachbeitrag | Information 31.08.2016

Immer neue Quellen nutzen. Von außen und innen

Immer mehr Aufgaben zwingen uns in den Kommunen dazu, immer weniger Zeit auf kreative Prozesse und strategische Steuerung zu lenken. Doch dabei sind es gerade die Fragen nach der Zukunft einer Kommune, die Sie als Bürgermeister beschäftigen sollten. Wie Sie bei immer knapper werdender Zeit stets neue Quellen der Inspiration finden, erfahren Sie hier.

Twitter

Vor einigen Jahren machte eine groß angelegte Plakatkampagne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Runde: Zu sehen war die wohl bekannteste Familie der USA, die Simpsons. Während der Rest der Familie auf der Couch Richtung Fernseher blickt, hat die älteste Tochter, Lisa Simpson ihren Kopf in einer Ausgabe der FAZ vergraben. Slogan: „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“; Lisa Simpson ist ja das etwas verkannte Genie der Familie.

Die Frage, die für Sie dahintersteckt

Welche Medien konsumieren Sie, um Ihren Horizont zu erweitern? Es stimmt, dass immer mehr Nischenprodukte auf den Markt kommen und dass die „bekannten Blätter“ wie FAZ oder die FR Auflageneinbußen verkraften müssen. Doch dabei ist es wichtig, dass Sie sich als Bürgermeister immer die Frage stellen: Wie viel Zeit kann ich in der Woche zum Studium aktueller Literatur aufwenden? Die klare Antwort: So viel wie irgendwie möglich. Behörden kranken oft daran, dass sie vom Wandel der Zeit ein wenig entkoppelt sind. Das muss nicht sein, wenn Sie als Bürgermeister hin und wieder mal über den Tellerrand hinausschauen und sich die Frage stellen: Welche Neuerungen wären auch für unsere Kommune sinnvoll?

Neuerungen prüfen

Hierbei müssen es nicht immer Neuerungen aus der Wirtschaft sein. Auch die Wissenschaft hält Erkenntnisse bereit, die Sie nutzen können. Erkundigen Sie sich daher regelmäßig auf den Internetseiten Ihres Städtetags, ob es wieder ein Seminar, ein Symposium oder einen Kongress unter wissenschaftlicher Begleitung geben wird. Hier kommen Sie nicht nur mit Kollegen in Kontakt, sondern erfahren auch, welche neuen Erkenntnisse die Kommunalwissenschaft gewonnen hat. Bedenken Sie dabei aber immer, dass nicht gleich jede Neuerung auch in Ihrer Kommune eingeführt werden muss. Es gilt immer der Grundsatz, dass etwas nicht bloß neu sein sollte, sondern auch immer zu Ihrer Kommune passt und dort auch langfristig betreut werden kann.

Einen Twitter-Account anzulegen, geht schnell, wenn er dann allerdings nicht betreut werden kann, wird es schnell peinlich.Halten Sie sich immer auf dem Laufenden, und Sie werden als attraktive und aktive Kommune und als ebensolcher Bürgermeister wahrgenommen.

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)