07.04.2016

Sachkundiger

Arbeitsschutz - Arbeitssicherheit

Sachkundiger ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet des Prüfgegenstands hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. Regeln, DIN-EN-Normen, DIN-Normen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) so weit vertraut ist, dass er den arbeitssicheren Zustand und die sachgerechte Benutzung beurteilen kann.

Pflichten eines Sachkundigen

Arbeitsmittel müssen regelmäßig geprüft werden. Im Bereich der Betriebssicherheitsverordnung sind dazu nach § 14 BetrSichV 2015 vom Arbeitgeber befähigte Personen zu beauftragen.

Der Arbeitgeber als Unternehmer wird auch durch das berufsgenossenschaftliche Regelwerk verpflichtet, Arbeitsmittel prüfen zu lassen. Hier waren im bisherigen Sprachgebrauch die Begriffe „Sachkundiger“ und „Sachverständiger“ üblich.

Besondere Sachkunde/ermächtigter Sachverständiger

Wenn für die Durchführung einer Prüfung besondere Sachkunde verlangt wird, benötigt ein Prüfer eine Ermächtigung durch die zuständige Berufsgenossenschaft. Alle ermächtigten Sachverständigen sind bei der ermächtigenden Stelle in einem Verzeichnis erfasst.

Nach den Bestimmungen der bis 31.12.2002 geltenden Verordnungen für überwachungsbedürftige Anlagen, z.B. der Druckbehälterverordnung und der Dampfkesselverordnung, waren bestimmte bestimmte Prüfungen durch Sachkundige zulässig. Diese sind nunmehr gemäß Betriebssicherheitsverordnung durch eine befähigte Person vorzunehmen. Konkretisierungen bezüglich der Anforderungen enthält die TRBS 1203.

Autor: WEKA Redaktion