23.06.2016

Lärm am Arbeitsplatz

Sicherheitsingenieur

Unter Lärm am Arbeitsplatz versteht man störende Geräusche, die schon bei einem niedrigen Pegel zu erhöhtem Stress, Konzentrationsstörung und Ablenkung führen und damit nicht nur der Produktivität, sondern auch der Qualität der Arbeit schaden können. Dazu kommt nicht nur, dass ab einer gewissen Lautstärke die Wahrnehmung des Arbeitenden gestört wird, also z.B. eventuelle Alarmsignale überhört werden können, sondern auch, dass starke und permanente Lärmbeschallung zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

Gefahren bei zu hohem Lärmpegel während der Arbeit

Ist der Lärmpegel während der Arbeit zu hoch, vermindert sich die Wahrnehmung aller Sinne, besonders die des Gehörs. Da so eventuelle Alarmsignale überhört werden können, steigt die Unfallgefahr. Dazu kommt, dass durch den erhöhten Stress Fehlentscheidungen und -einschätzungen wahrscheinlicher werden. Ist ein Mitarbeiter stark oder über lange Zeit einer Lärmbeschallung ausgesetzt, beeinträchtigt dies die Gesundheit des Angestellten nicht nur durch hohen seelischen Stress, sondern auch durch die physische Belastung: Die Abwehr des Immunsystems sinkt und es können Herz-Kreislauf-Probleme sowie Hörschädigungen (Schalltrauma) auftreten.

Eine der häufigsten durch Lärm verursachten Berufskrankheiten ist die Lärmschwerhörigkeit. Wird ein Gehörorgan lange Zeit immer wieder einer Lärmbelästigung ausgesetzt, kommt es zunächst zu einer reversiblen Hörermüdung. Wird diese Lärmbeschallung fortgeführt, kann dies abhängig von der Dauer der Exposition, des Lärmpegels und des Spektrums der Schallfrequenz zur irreversiblen Lärmschwerhörigkeit führen, bei der die Haarzellen im Innenohr unheilbar geschädigt werden.

Lärmschutz am Arbeitsplatz

Der Lärmschutz am Arbeitsplatz ist besonders wichtig. Darunter versteht man den Schutz der Mitarbeiter vor den Belastungen durch Lärm und eventuellen Folgeschäden durch unterschiedliche Maßnahmen.

Man unterscheidet zwischen aktiven und passiven Lärmschutzmaßnahmen: Als aktiv werden diejenigen Einrichtungen bezeichnet, die direkt an der Lärmquelle wirken, beispielsweise

  • Schalldämpfer
  • Dämmungen
  • Schwingungsisolierung etc.

Tipp: Zahlreiche weitere Infos, Arbeitshilfen und Checklisten zum Thema Lärm finden Sie in Sichere Arbeitsplätze in Produktion und Industrie, unter anderem zu

  • Messtechnik, Messgeräte, Messgrößen
  • Lärm bei der Arbeit ermitteln, beurteilen und reduzieren
  • Lärmarme Arbeitsmittel beschaffen
  • Gehörschutz richtig auswählen

 

Als passiv gelten jene Vorkehrungen, die an der sogenannten Lärmsenke, also vom „Empfänger” des Lärms – in diesem Fall dem Mitarbeiter selbst – getroffen werden. Ein Beispiel hierfür wäre das Tragen von Kapselgehörschützern, Otoplastiken und Gehörschutzstöpseln.

Autor: WEKA Redaktion

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