25.11.2016

Oberflächengewässer

Wasserrecht

Oberflächengewässer (auch: oberirdische Gewässer oder Oberflächenwasser) sind Gewässer, die an der Erdoberfläche einen Wasserspiegel ausbilden: beispielsweise

  • Flüsse
  • Teiche
  • Seen

Die Abgrenzung der oberirdischen Gewässer vom Grundwasser und von den Küstengewässern ist wegen unterschiedlich geltender wasserrechtlicher Bestimmungen notwendig.

Gewässereigenschaft eines Oberflächengewässers

Oberirdisches Gewässer ist jede nicht nur kurzzeitige Wasseransammlung, die an ein Gewässerbett gebunden ist, und das aus Quellen wild abfließende Wasser. Das Gewässerbett kann natürlich entstanden oder künstlich geschaffen sein (Baggersee, Kanal). Ein Gewässerbett liegt vor, wenn die Geländeform während einer längeren Jahreszeit von Natur aus der Aufnahme des Wassers dient oder dafür geschaffen ist. Die seitliche Begrenzung des oberirdischen Gewässers ist die landesrechtlich näher bestimmte Uferlinie.

Kein Gewässer liegt vor, wenn Wasser aus einem Leitungsnetz oder aus einem Gewässer durch Leitungen (oder Hebewerke o.Ä.) entnommen wird und dann innerhalb eines Betriebs in Leitungen oder Kanälen (auch offenen) geführt wird (z.B. Kühlwasserkanäle).

Die Gewässereigenschaft bleibt aber erhalten, wenn ein oberirdisches Gewässer auf eine bestimmte Strecke in eine geschlossene Leitung gefasst wird, wenn diese Leitung nur das natürliche Gewässerbett ersetzt; deshalb bleibt ein verrohrter Graben auch auf der Verrohrungsstrecke ein Gewässer mit der Folge, dass nach wie vor eine Unterhaltungspflicht an diesem Gewässerstück besteht; die …

Autor: WEKA Redaktion

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