04.11.2021

Neue Grenzwerte für schädliche Chemikalien in Abfall

Mit der POP-Verordnung (EU) 2019/1021 werden die Verpflichtungen der Europäischen Union im Rahmen des Übereinkommens von Stockholm über persistente organische Schadstoffe sowie des Protokolls zum Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung betreffend persistente organische Schadstoffe umgesetzt. Diese Verordnung wurde jetzt hinsichtlich unbeabsichtigter Verunreinigungen mit zwei Stoffen geändert.

Paragraphenzeichen

Mit der Änderung der „POP-Verordnung“ (Verordnung (EU) 2019/1021 über persistente organische Schadstoffe) hat die Europäische Kommission am 28. Oktober 2021 die Grenzwerte für einige schädliche Chemikalien im Abfall abgesenkt. Dies betrifft die folgenden drei Stoffe bzw. Stoffgruppen in Abfällen:

  • Perfluoroctansäure (PFOA), ihre Salze und verwandte Verbindungen – enthalten in wasserdichten Textilien und Löschschaum,
  • Dicofol – ein Pestizid, das früher in der Landwirtschaft verwendet wurde,
  • Pentachlorphenol, seine Salze und Ester – enthalten in bearbeitetem Holz und Textilien.

Zusätzlich schlägt die Kommission vor, die Grenzwerte für fünf weitere Stoffe oder Stoffgruppen in Abfällen, für die bereits Vorgaben gelten, zu senken.

Mit dem heute angenommenen Vorschlag werden die Anhänge der POP-Verordnung geändert. Die POP-Verordnung setzt die internationalen Verpflichtungen der Europäischen Union im Rahmen des Stockholmer Übereinkommens und des UNECE-POP-Protokolls um.

Autor*in: Anke