25.11.2016

Gefährliche Abfälle

Gefährliche Abfälle (engl. "hazardous waste”) ist der Fachbegriff für Abfallstoffe, die Gefährlichkeitsmerkmale aufweisen und somit eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit der Menschen und/oder die Umwelt darstellen. Der Begriff stammt aus Art. 3 Nr. 2 der Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG). Für den rechtssicheren Umgang mit diesen Stoffen sind die Anforderungen aus einer Vielzahl von Vorschriften zu erfüllen.

Abfallrecht WEKa MEDIA

Gefährliche Abfälle (engl. „hazardous waste”) ist der Fachbegriff für Abfallstoffe, die Gefährlichkeitsmerkmale aufweisen und somit eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit der Menschen und/oder die Umwelt darstellen. Der Begriff stammt aus Art. 3 Nr. 2 der Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG). Für den rechtssicheren Umgang mit diesen Stoffen sind die Anforderungen aus einer Vielzahl von Vorschriften zu erfüllen.

Rechtlicher Rahmen

Die Einstufung gefährlicher Abfälle nach den Bestimmungen des Chemikalienrechts nutzt als Einstufungsquelle im Wesentlichen Anhang I der CLP-Verordnung 1272/2008/EG. Das Chemikaliengesetz in Verbindung mit der Gefahrstoffverordnung regelt die nationale Umsetzung dieser Richtlinie im Hinblick auf Einstufung und Kennzeichnung gefährliche Abfälle.

Die Umsetzung dieser Vorgaben wird in der technischen Regel für Gefahrstoffe bezüglich der Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen (TRGS 201) beschrieben.

Beim Umgang mit gefährlichen Abfällen sind nahezu sämtliche Vorschriften des Arbeits- und Umweltschutzes zu beachten

Die gefährlichen Eigenschaften führen dazu, dass zusätzlich zum Abfallrecht die verschiedensten Vorschriften des Umweltschutz- und Arbeitsschutzrechts einzuhalten sind.

Gefährliche Abfälle

 

Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften von Abfällen

Als Erstes gilt es, eventuell vorhandene gefährliche Eigenschaften des Abfalls herauszufinden, um dann zu ermitteln, welche Vorschriften zu beachten sind.

Das Hauptproblem besteht in der umfassenden Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften von Abfällen

Dazu gibt es, nach steigendem Schwierigkeitsgrad aufgeführt, folgende Möglichkeiten:

  1. Die Eigenschaften sind bekannt.
  2. Es ist bekannt, aus welchem Prozess der Abfall stammt.
  3. Mittels einfacher Schnelltests können wesentliche Eigenschaften bestimmt werden.
  4. Mittels aufwendiger Analysen müssen benötigte Informationen gewonnen werden.
  5. Bestimmte gefährliche Eigenschaften müssen geraten werden.

Bekannte Eigenschaften

Der Idealfall besteht darin, dass die gefährlichen Eigenschaften des Abfalls bekannt sind, weil sämtliche im Abfall enthaltenen Stoffe und der Prozess der Abfallentstehung bekannt sind.

Sicherheitsdatenblätter der Einsatzstoffe sind hierbei eine wichtige Grundlage für die spätere Entsorgung

Wenn die Einsatzstoffe während des Prozesses verdünnt werden (z.B. durch Lösen in Wasser, das Vermischen mit ungefährlichen Feststoffen etc.), sind die Übertragungsregeln aus Anhang I Nr. 1.1.3 der CLP-Verordnung anzuwenden.

Akute Gefahren wie die Giftigkeit, die Ätzwirkung oder auch der Flammpunkt nehmen dabei meist ab. Insbesondere im Bereich des Gefahrgut- und Gefahrstoffrechts kann dies zu Erleichterungen führen.

Chronische Gefahren wie die krebserzeugende, erbgutverändernde oder reproduktionstoxische Wirkung bleiben dagegen erhalten.

 

Rückgriff auf „lebende Archive”

Leider tritt der oben beschriebene Idealfall häufig nicht ein. Allzu oft steht man als Zuständiger für die Abfallentsorgung vor einem Sammelsurium nicht oder nur schlecht beschrifteter Gebinde. Hin und wieder ist mit etwas Glück ein Markenname zu erkennen.

Bei nicht oder nur schlecht beschrifteten Gebinden erweist es sich oft als hilfreich…

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Autor: WEKA Redaktion