25.05.2021

Emission – Definition

Mehrere Industrieanlagen im Abendlicht: Die Produktion ist eingefahren, die Luftschmutzung

Emissionen sind der Gegenbegriff zu Immissionen (lat. emitto/emittere = aussenden). Sie bezeichnen die von einer Anlage ausgehenden Einflüsse wie Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme und Strahlen. Der Begriff der Emission knüpft an der Quelle an, von der die später (als Immission) einwirkenden Erscheinungen ausgehen. Derjenige, der für die Emission verantwortlich ist, wird Emittent genannt. Die Höhe der Emissionen wird mit einer Emissionsrate angegeben.

Der Begriff ist von Bedeutung dafür, bereits an der Quelle schädlicher Umwelteinwirkungen anzusetzen und auf die Minimierung schädlicher Emissionen hinzuwirken. Emissionen werden folglich immer dort gemessen, wo sie entstehen.

Minimierung schädlicher Emissionen

Für den Umweltschutz spielt die Emission von Schadstoffen, aber auch von Licht und Lärm eine große Rolle. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) soll dazu beitragen, schädliche Emissionen zu minimieren.

Dabei steht der Begriff „Vorsorge“ im Vordergrund. Vorsorge soll nach dem BImSchG insbesondere über den Stand der Technik (in der EU: Beste Verfügbare Technik – BVT) realisiert werden. Stand der Technik im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist der Entwicklungsstand fortschrittlicher Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen. Aufgrund dieses Entwicklungsstands darf angenommen werden, dass eine Maßnahme zur Begrenzung von Emissionen in

  • Luft,
  • Wasser
  • Boden

ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt erreicht (vgl. auch § 3 Abs. 6 BImSchG).

Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind insbesondere die im Anhang zu § 3 Abs. 6 BImSchG aufgeführten Kriterien zu berücksichtigen. Konkretisiert wird der Stand der Technik z. B. in

  • der TA Luft
  • der TA Lärm
  • der Großfeuerungsanlagenverordnung (13. BImSchV)
  • der Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen (17. BImSchV).

Das Emissionskataster

Im Emissionskataster werden die Emissionen je nach Gebiet über einen bestimmten Zeitraum hinweg festgehalten. In der Regel ist dieser Zeitraum ein Jahr. Nach der Messung werden die Emissionen in bestimmte Kategorien eingeteilt und verschiedenen Gruppen zugeordnet. Emissionskataster sind daher wichtig für den Umwelt- und Immissionsschutz, da sie häufig bei neuen Projekten der Stadtplanung herangezogen werden. Zur Datenerhebung werden unter anderem Emissionserklärungen und Emissionsfaktoren, aber auch Einwohnerzahlen herangezogen. Betrachtet werden in der Regel die Emittentengruppen Industrie, Kleingewerbe, Hausbrand, Verkehr, biogene Quellen und häuslicher Verbrauch.

Autor: WEKA Redaktion

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