Fachbeitrag | Bestatter
12.10.2015

Bestatter: Schluss mit trostlosen Schaufenstern

Wer kennt sie nicht: die trostlosen Schaufenster so mancher Bestatter? Klar, einen edlen Sarg und sei er noch so schön, stellt wohl kaum ein Bestatter aus. Der obligatorische staubig-beige Lamellenvorhang mit Firmenschild, vom der einsam eine vertrocknete Stechpalme und eine schmucklose Urne stehen, muss es aber auch nicht sein. Die Dekoration des Schaufensters eines Bestatters ist seine Visitenkarte und soll auch die Scheu davor nehmen, einzutreten.

Funeral home© KatarzynaBialasiewicz /​ iStock /​ Thinkstock

Öfter mal was Neues

Das Schaufenster sollte alle sechs Wochen bis vier Monate neu dekoriert werden, je nach Lage des Unternehmens. In zentraler City-Lage werden häufiger Kunden am Schaufenster stehen bleiben als am Ortsrand. Wichtig ist, das Schaufenster regelmäßig neu zu gestalten. Da viele Menschen Berührungsängste mit allem haben, was zum Tod gehört, gilt es, das Schaufenster warm, sympathisch und voller Leben zu gestalten.

Schaufenster nach Plan

Eine große Hilfe bei der Dekoration sind Themenpläne, die der Bestatter schon im Voraus für das ganze Jahr erstellt. Er legt genau fest, welche Dekoration er wann verwenden möchte. In der Praxis kommen Hobbyreihen sehr gut bei den Kunden an: Da wird im Frühjahr zum Beispiel mit dem Thema Motoradfahren begonnen und gezeigt, wie sich Motoradfahrer „bikermäßig „von dieser Welt verabschieden können.

Im Sommer sehen Kunden, wie Fußballer bestattet werden. Im Herbst zieht ein Schaufenster die Blicke auf sich, in dem der Bestatter Bestattungen mit Haustier vorstellt und im Winter eines, in dem Hinterbliebene Musikern stimmungsvoll die letzte Ehre erweisen. Kunden interessieren sich auch für Hinweise zu Vorträgen, die das Bestattungsunternehmen zur Bestattungsvorsorge oder Gestaltung von Trauerfeiern anbietet. Wer selbst keine Ideen oder keine Zeit hat, kann sich an professionelle Dekorateure wenden, die sich auf die Zielgruppe Bestattungsunternehmen spezialisiert haben.

Dekorieren – aber wie?

Gut eignen sich Aufsteller oder dekorative Schaufensterbanner als Hintergrund. Sie zeigen zum Beispiel Fotos, die zum Thema passen. Davor lassen sich dann einzelne Deko-Elemente drapieren. Möchte man Texte verwenden, sollten diese nicht zu lang und leicht verständlich sein. Der Vorbeikommende muss in ca. einer Minute alles gelesen haben. Die schriftliche Botschaft steht entweder auf einem extra Textbanner oder dem Banner mit dem entsprechenden Motiv.

Möglich sind aber auch ganz einfache, klassische Eyecatcher wie ein prächtiger Weihnachtsbaum oder eine aufwändig geschnitzte Krippe in der Adventszeit, die die Blicke der Passanten anziehen und ganz nebenbei auf den Bestatter aufmerksam machen.

Beiträge zum Thema Zulässigkeit von Werbung finden Sie im Friedhofs- und Bestattungswesen.

Autor: Astrid Hedrich 

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