10.08.2018

Gefahrgutunterweisung – darauf kommt es an

Arbeitnehmer, die mit Gefahrgut arbeiten, müssen vor der Übernahme von Pflichten unterwiesen werden. Ohne die erforderliche Gefahrgutunterweisung dürfen sie Aufgaben nur unter direkter Überwachung wahrnehmen.

Gefahrguttransport

Die Schulungsinhalte der Gefahrgutunterweisung ergeben sich aus dem Arbeits- und Verantwortungsbereich der zu unterweisenden Personen. Mit Gefahrgut befasste Arbeitnehmer müssen vor der Übernahme von Pflichten unterwiesen werden und dürfen Aufgaben, für die sie noch nicht die erforderliche Unterweisung erhalten haben, nur unter direkter Überwachung wahrnehmen. Das Thema „Sicherung nach Kapitel 1.10 ADR“ muss auch behandelt werden.

Wer unterwiesen werden muss

Die Gefahrgutunterweisung ist in Kapitel 1.3 ADR geregelt. Die Beschäftigten, deren Arbeitsbereich die Beförderung gefährlicher Güter umfasst, müssen in den Anforderungen, die die Beförderung gefährlicher Güter an ihren Arbeits- und Verantwortungsbereich stellt, unterwiesen sein. Die Unterweisung muss auch die in Kapitel 1.10 aufgeführten besonderen Vorschriften für die Sicherung von Beförderungen gefährlicher Güter beinhalten.

  1. Wegen der Ausbildung des Sicherheitsberaters siehe anstelle dieses Abschnitts Abschnitt 1.8.3.
  2. Wegen der Ausbildung der Fahrzeugbesatzung siehe anstelle dieses Abschnitts Kapitel 8.2.
  3. Für die Unterweisung in Bezug auf die Klasse 7 siehe auch Unterabschnitt 1.7.2.5
  4. Die Unterweisung muss vor der Übernahme von Pflichten betreffend die Beförderung gefährlicher Güter erfolgen.

Art der Unterweisung

Je nach Verantwortlichkeiten und Aufgaben muss die betreffende Person in Bezug auf das allgemeine Sicherheitsbewusstsein unterwiesen sein. Der Mitarbeiter muss mit den allgemeinen Bestimmungen der Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter vertraut gemacht sein.

Aufgabenbezogene Unterweisung

Der betreffende Mitarbeiter muss seinen Aufgaben und Verantwortlichkeiten entsprechend über die Vorschriften unterwiesen sein, die die Beförderung gefährlicher Güter regeln. In den Fällen, in denen die Beförderung gefährlicher Güter multimodale Transportvorgänge umfasst, muss das Personal die für andere Verkehrsträger geltenden Vorschriften kennen.

Sicherheitsunterweisung

Entsprechend den bei der Beförderung gefährlicher Güter und ihrer Be- und Entladung möglichen Gefahren einer Verletzung oder Schädigung als Folge von Zwischenfällen muss das Personal über die von den gefährlichen Gütern ausgehenden Risiken und Gefahren unterwiesen sein. Ziel der Unterweisung muss es sein, dem Personal die sichere Handhabung und die Notfallmaßnahmen zu verdeutlichen.

Die Unterweisung ist in regelmäßigen Abständen durch Auffrischungskurse zu ergänzen, um Änderungen in den Vorschriften Rechnung zu tragen.

Dokumentation der Gefahrgutunterweisung

Aufzeichnungen der erhaltenen Unterweisung sind vom Arbeitgeber aufzubewahren und dem Arbeitnehmer oder der zuständigen Behörde auf Verlangen zur Verfügung zu stellen. Die Aufzeichnungen müssen vom Arbeitgeber für den von der zuständigen Behörde festgelegten Zeitraum aufbewahrt werden. Die Aufzeichnungen der erhaltenen Unterweisung sind bei der Aufnahme einer neuen Tätigkeit zu überprüfen.

Autor: WEKA Redaktion