22.05.2017

Ausbildung von Gefahrgutfahrern und Gefahrgutbeauftragten

Die IHK hat jetzt alle Daten zur Ausbildung Gefahrgutbeauftragter und Gefahrgutfahrer zusammengefasst: Die Ausbildungszahlen bei Gefahrgutfahrern sind insgesamt stagnierend, auch die Anzahl der Anbieter von Schulungen nimmt ab.

Zertifikat

2016 haben deutlich mehr Gefahrgutfahrer an einem Auffrischungskurs teilgenommen als im Jahr zuvor. Doch bei den Basiskursen gingen die Teilnehmerzahlen zurück. Bei den Gefahrgutbeauftragten sind die Besucherzahlen bei Grundkursen für die Straße stabil, für Schiene deutlich rückläufig.

Sinkende Teilnehmerzahlen bei Gefahrgutfahrern

828 IHK-zugelassene Veranstalter haben 2016 Schulungen für Gefahrgutfahrer angeboten. Im Jahr zuvor waren es noch 880. Damit setzt sich ein Trend fort, der den sinkenden Teilnehmerzahlen geschuldet ist – 20.101 Teilnehmer an den Basiskursen waren 6,2  % weniger als noch 2015.  Bei den Auffrischungskursen gab es ein deutliches Plus von über 23 %. 27.990 Gefahrgutfahrer haben ihren Schulungsnachweis erneuert. Die hohe Zahl kommt u. a. durch den 5-Jahres-Rhythmus bei den Auffrischungsschulungen zustande. Das ist ein bekanntes Phänomen seit der Einführung der Regelung.

Die Fahrer müssen zum Abschluss der Schulung eine Prüfung absolvieren. In den Basiskursen beträgt die Durchfallquote nach Angaben der IHK bundesweit 20 %, in der Auffrischungsschulung liegt sie nur bei 2,8 %.
Die IHK Schwaben hat ermittelt, dass in Deutschland derzeit rund 250.000 Fahrer eine gültige ADR-Schulungsbescheinigung besitzen.

Derzeit 17.000 gültige Schulungsbescheinigungen bei Gefahrgutbeauftragten

Die Zahl der Gefahrgutbeauftragten ist weitaus niedriger: Rund 17.000 gültige Schulungsbescheinigungen gibt es derzeit. Wie viele der Inhaber tatsächlich als Gefahrgutbeauftragte arbeiten, ist nicht bekannt.

215 Anbieter sind derzeit in Deutschland für die Schulung von Gefahrgutbeauftragten für den Straßenverkehr zugelassen. 1.623 Teilnehmer absolvierten dort 2016 eine Grundprüfung. Wesentlich weniger Interessenten fanden sich für die anderen Verkehrsträger; 355 für Schienen-, 83 für Binnenschiffs- und 385 für Seeschiffstransporte. Damit blieben die Zahlen für die Straße stabil, während sie für die Bahn deutlich (- 11%) bzw. leicht (Binnen-  und Seeschiff jeweils – 2%) zurückgingen.

Einen drastischen Rückgang gab es bei der Verlängerung der Nachweise, am deutlichsten mit fast – 30 % im Straßenverkehr. Doch auch hier gibt es eine Wellenbewegung im Fünf-Jahres-Rhythmus.   Auch für die Gefahrgutbeauftragten hat die IHK Schwaben die  Durchfallquote ermittelt. Sie liegt bei Grund-/Ergänzungsprüfungen bundesweit bei etwa 11 % und bei Verlängerungsprüfungen bei rund 5 %.

Autor: Uta Fuchs