25.05.2020

DIN VDE 0833-1: Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall

Elektrofachkraft

Die DIN VDE 0833-1 besteht aus den Teilen 1 bis 4. Zum einen sind das im Teil 1 die allgemeinen Festlegungen (DIN VDE 0833-1) sowie zum anderen die ergänzenden Festlegungen für Brandmeldeanlagen in Teil 2 (DIN VDE 0833-2). Themenschwerpunkt des Teils 3 sind ergänzende Festlegungen für Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (DIN VDE 0833-3), während Teil 4 sich mit Anlagen zur Sprachalarmierung im Brandfall (DIN VDE 0833-4) beschäftigt.

DIN VDE 0833-1: Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall – Teil 1: Allgemeine Festlegungen

Die normativen Festlegungen der DIN VDE 0833-1 sind für die Planung, das Errichten bzw. Erweitern oder Ändern sowie für den Betrieb von Gefahrenmeldeanlagen bestimmt. Teil 1 enthält die allgemeinen Festlegungen, die für alle drei Gefahrenmeldeanlagetypen (Brand, Einbruch und Überfall) berücksichtigt werden müssen.

Gefahrenmeldeanlagen sind Fernmeldeanlagen

Bei Gefahrenmeldeanlagen handelt es sich ganz allgemein um Fernmeldeanlagen, die Gefahren für Personen, für Sachen oder für die Umwelt zuverlässig melden bzw. auf diese aufmerksam machen sollen.

Aus diesem Grund gelten grundsätzlich erst einmal die Anforderungen der Normen der Reihe DIN VDE 0800 bei der Errichtung von Gefahrenmeldeanlagen. Insbesondere die DIN EN 50174-2 bzw. VDE 0800-174-2 gibt Auskunft über die Installation von Kommunikationsverkabelung in Gebäuden. Darüber hinaus gelten zusätzlich die Anforderungen der DIN VDE 0833-1.

Gefahrenmeldeanlagen sind oft sicherheitsrelevant

Einbruchmeldeanlagen (EMAs) haben dabei primär die Aufgabe, das Eindringen oder den Versuch des Eindringens in einen überwachten Bereich zu erkennen und anzuzeigen. Brandmeldeanlagen (BMAs) hingegen dienen im Wesentlichen dem Zweck der frühzeitigen Erkennung und der Meldung von Brandereignissen oder dessen Auswirkungen. Außerdem dienen Brandmeldeanlagen zum unverzüglichen Hilferuf (z.B. durch fernmeldetechnische Alarmierung der Feuerwehr) oder der Alarmierung von Personen im Überwachungsbereich (z.B. durch ein akustisches Alarmsignal).

In diesem Zusammenhang können Gefahrenmeldeanlagen (GMAs) aus Sicht des Autors auch als sicherheitsrelevante elektrische Anlagen bezeichnet werden.

Qualifikation der Elektrofachkraft für Gefahrenmeldeanlagen

Da es sich bei Gefahrenmeldeanlagen (GMAs) im Allgemeinen um sicherheitsrelevante elektrische Anlagen handelt, wird auch nicht zuletzt normativ eine Mindestqualifikation für Personen, die sich mit der Planung, Errichtung, Erweiterung und Änderung von Gefahrenmeldeanlagen befassen, gefordert.

Die zuvor genannten Tätigkeiten dürfen deshalb nur von einer befähigten Person, der sogenannten Elektrofachkraft für GMAs, durchgeführt werden. Bei der Elektrofachkraft für GMAs handelt es sich um eine Person, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, Erfahrungen bzw. Kenntnisse im Umgang mit Gefahrenmeldeanlagen in der Lage ist, die durchzuführenden Arbeiten und die dabei auftretenden potenziellen Gefahren eigenständig zu beurteilen. Weiterhin muss diese Person zusätzlich die für die Tätigkeiten einschlägigen Normen, Bestimmungen und Richtlinien kennen.

Die Anmerkungen zur Norm nennen in diesem Zusammenhang eine Ausbildung in einem elektrotechnischen Beruf. Diese Berufsausbildung sollte auf den Gebieten der Nachrichten-, Informations-, Mikroprozessor-, Mess-, Regel- oder der allgemeinen Elektrotechnik erworben worden sein. Darüber hinaus werden grundliegende interdisziplinäre Erfahrungen über alle zuvor genannten Fachgebiete hinweg und Systemkenntnisse der Gefahrenmeldetechnik seitens der Norm gefordert.

Weiterhin sind Grundlagenkenntnisse des baulichen Brandschutzes sowie physikalisches Grundwissen, z.B. bezüglich der Auswirkungen von Raumnutzung, -geometrie und Umgebung auf die Gefahrenmeldeanlage, wichtige Fähigkeiten einer Elektrofachkraft für GMAs bei der Planung, Errichtung, Erweiterung und Änderung von Gefahrenmeldeanlagen.

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Autor: Dipl.-Ing. B.A. Christoph Schneppe (FH)

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