18.11.2017

Der innere Blitzschutz

Elektrofachkraft

Innerer und äußerer Blitzschutz als Einheit

Es gilt die Norm DIN EN 62305-3 und Teil 4 in ihrer Gesamtheit, d.h., für ein funktionierendes Blitzschutzsystem müssen sowohl der äußere als auch der innere Blitzschutz (Überspannungsschutz) als Einheit betrachtet werden.

Ist also ein äußeres Blitzschutzsystem installiert (DIN EN 62305-3), muss auch zwingend nach DIN EN 62305-4 der innere Blitzschutz umgesetzt werden. Ist kein äußerer Blitzschutz vorhanden, muss nach den neu überarbeiteten Normen VDE 0100-443 und VDE 0100-534 ab Oktober 2016 zwingend Überspannungsschutz installiert werden.

Ebenso fordert die VDE 0100-100 schon seit der Veröffentlichung im Juni 2009, dass Überspannungsschutz in Anlagen, Gebäuden und Systemen eingesetzt werden muss.

Der innere Blitzschutz bzw. Überspannungsschutz bedarf einer umfassenden Planung und sollte von erfahrenen Elektrofachkräften umgesetzt werden, die auch über Kenntnisse der Probleme der EMV und über Installationspraxis verfügen.

Anordnung und Montage von Überspannungsschutzelementen für Anlagen, Systeme und Geräte werden in der Regel nach dem schon in den 1950er-Jahren entwickelten Blitzschutzzonenkonzept vorgenommen. Es definiert Schutzzonen, an deren Übergängen unterschiedliche bzw. koordinierte Schutzelemente zum Einsatz kommen.

Besonders wichtig bei der Umsetzung des inneren Blitzschutzsystems ist ein funktionierendes Potenzialausgleichssystem.

Gefährliche Potenzialunterschiede werden egalisiert

Hierbei werden alle gefährlichen Potenzialunterschiede (Spannungsunterschiede) …

Autor: Helmut Zitzmann

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