19.08.2019

Sendungsverfolgung sperriger Güter jetzt auch in die Schweiz

Sperrige Güter von Deutschland aus ins EU-Nachbarland verschicken – das können Versender online verfolgen. Logistikdienstleister Acito, Fritz-Gruppe, Bächle, Radovanovic und DWK ermöglichen dies über die Plattform Pamyra jetzt auch für Transporte in die Schweiz.

Über die Plattform Pamyra ist jetzt auch die Sendungsverfolgung sperriger Güter in die Schweiz möglich.

Transportvergleich und Auftragsvergabe auch zur Schweiz

Kostenlos Transportangebote vergleichen und entsprechende Aufträge geben – das sollen Unternehmen und Privatpersonen aus Deutschland jetzt im Verkehr mit der Schweiz können. Die Plattform Pamyra.de soll die Sendungsverfolgung sperriger Güter auch in die Schweiz ermöglichen.

Versenden kann man neben regulären auch diese Waren:

  • Gefahrgüter
  • Waschmaschinen
  • Lebensmittel

Auf der Plattform kann man die Kosten für Stückguttransporte, Teil- oder Komplettladungen online berechnen. Pamyra-Gründer Felix Wiegand in einer Mitteilung an die Presse:

„Wir nutzen Pamyra.de seit neun Monaten als digitalen Vertriebskanal für bundesweite Transporte.“

Als grenznah ansässiger Spedition- und Logistikdienstleister sowie Spezialist für Transporte in und aus der Schweiz baue man das Angebot jetzt aus, um freie Kapazitäten auf Pamyra.de anzubieten, so Patric Galley, Geschäftsführer von Acito Logistics GmbH.

Schweiz wirtschaftlich stabil

Die Schweiz zählen die Initiatoren zu den wirtschaftlich stabilsten Regionen der Welt. Für Deutschland gelte sie zudem als starker Handelspartner, unter anderem durch günstige und schnelle Transportwege, eine stabile Wirtschaft und kulturelle Gegebenheiten.

Die wichtigsten deutschen Exportgüter in die Schweiz seien laut dem bayerischen Außenwirtschaftsportal Güter wie pharmazeutische Erzeugnisse, Maschinen und Kraftfahrzeuge. Bei der Einfuhr von Waren aus einem Drittland in die Schweiz ist eine Zollgebühr zu entrichten. Die Höhe des Drittlandzolls hängt von der Warennummer des jeweiligen Produkts ab.

Tagespreise für Schweiz-Transporte

Auf Pamyra.de finden sich aktuell verschiedene Tagespreise für Transporte in oder aus der Schweiz. Die Tarife hängen von der jeweiligen Laderaumkapazität sowie der zu versendenden Ware ab.

Auf der Online-Plattform abrufbar sind Preise, Leistungen und Bewertungen für Stückguttransporte, Expresslieferungen oder Güterversand als Teil- oder Komplettladung. Sie lassen sich dort vergleichen. Nicht in den dort angegebenen Preisen enthalten sind jedoch die Kosten für die Zollabfertigung.

Aufträge für freie Laderaumkapazitäten

Die Möglichkeit der Sendungsverfolgung sperriger Güter auch in die Schweiz ist ein Pluspunkt bei Pamyra. Doch die Plattform kann viel mehr. Als unabhängige Vergleichs- und Buchungsplattform für die Transportbranche vermittelt sie Aufträge für freie Laderaumkapazitäten von Transportunternehmen. Der digitale Vermittlungsprozess geschieht innerhalb von Sekunden online.

Im Vergleich zu anderen Transportbörsen leitet die Plattform Anfragen jedoch nicht an einzelne Speditionen zur manuellen Bearbeitung weiter. Pamyra.de berechnet automatisiert aus Angaben zu Fracht und Tour die passenden Speditionen.

Zudem können Versender vergleichen und direkt in einer Übersicht sofort Aufträge verbindlich buchen nach:

  • Fahrzeugausstattung
  • anvisiertes Lieferdatum
  • Preis für direkte Fahrten
  • Preis für Leerfahrten

Unabhängige Vergleichs- und Buchungsplattform

Gegründet 2016, ist Pamyra seit 2017 als unabhängige Vergleichs- und Buchungsplattform für Transporte online. Ziel war es, die Wertschöpfungskette in der Logistik neu zu denken und sowohl Versender als auch Speditionen deim Transport bestmöglich zu unterstützen.

Die Plattform soll es Kunden ermöglichen, innerhalb von Sekunden einen Überblick über die verschiedenen Angebote auf dem Markt zu erhalten und das für ihn passende Angebot zu buchen. Dabei platziert sich die Plattform gleichwohl nicht als Online-Spedition, sondern nur als Vergleichsportal, das den fragmentierten Markt für den Kunden transparent macht.

Seit einiger Zeit hat das Startup seinen Sitz nach Leipzig verlegt. Hinter den Gründern Felix Wiegand und Steven Qual steht mittlerweile ein wachsendes Team aus Programmierern, Testern und Business-Developern.

Kooperation mit Dako

Durch die Zusammenarbeit mit der intelligenten Software-Plattform für Transport- und Lieferunternehmen „Dako“ können Strecken auf der Vergleichsplattform genau berechnet werden. Das Entfernungswerk ermittelt die Entfernungen einer Strecke anhand von Start- und Zieladresse.

Mit der Einbindung eines externen Finanzdienstleisters zur Rechnungsvorfinanzierung will das Unternehmen das Ausfallrisiko für Partnerspeditionen senken, die Transporte über die unabhängige Logistikplattform anbieten. Dank dem Factoring-Anbieter müssten Transportunternehmen nach Rechnungsstellung nicht lange auf ihr Geld warten. Das soll die Liquidität der Speditionen erhöhen.

Weiterführende Beiträge

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)