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08.05.2015

Ohne die Kommunen keine Wärmewende

Die Kommunen sollen der Erfolgsgarant für die Wärmewende in Schleswig-Holstein sein: Für Robert Habeck, den Energiewendeminister des Landes, sind sie unerlässlicher Partner beim Wechsel zu einer nachhaltigen Versorgung mit Wärme. Das betonte der Minister bei einer Bürgermeisterkonferenz.

Das Münchner Rathaus© juergen2008 /​ iStock /​ Thinkstock

Schleswig-Holstein: Energiewendeminister Habeck will gemeinsamen Kraftakt

Für Erfolge bei der Energieeinsparung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien in der Wärmeversorgung sind die Kommunen nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck unerlässlicher Partner. „Die Wärmewende ist ein gemeinsamer Kraftakt. Nur, wenn wir hier an einem Strang ziehen, schaffen wir den Aufbruch in den Wärmemarkt und stärken den Klimaschutz“, sagte Habeck am Donnerstag dieser Woche (7. Mai 2015) bei einer Konferenz von Bürgermeistern in Sankelmark.

Ziel der Landesregierung ist es, die Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 und um 80 bis 95 Prozent bis 2050 zu senken. Da die Hälfte des Endenergieverbrauchs auf die Versorgung mit Wärme falle, müsse der Wärmesektor hier einen bedeutenden Beitrag leisten, erklärte der Minister. Bis 2025 soll deshalb der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung in Schleswig-Holstein auf 22 Prozent steigen.

„Die Wärmewende findet in den Kommunen statt. Strategisch muss es weggehen von den Einzelfeuerungsanlagen hin zu Wärmenetzen, die sich perspektivisch aus erneuerbaren Quellen speisen“; so Habeck. Um dies zu flankieren, hat das Energiewendeministerium mit der Landesinvestitionsbank die zielgerichtete Beratung interessierter Kommunen im Rahmen der Energie- und Klimaschutzinitiative des Landes (EKI) aufgenommen. Das Angebot soll bis 2020 im Lichte der Erkenntnisse schrittweise ausgebaut werden. Auch mit dem geplanten Klimaschutzgesetz will nach den Worten Habecks das Land die Wärmewende unterstützen.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

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