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09.06.2015

Ländlicher Nahverkehr bekommt Verstärkung

Im baden-württembergischen Baiersbronn wird der erste vollelektrische Bus mittlerer Größenklasse getestet, der im privatwirtschaftlichen Linienbetrieb den ÖPNV einer ländlichen Gemeinde ergänzt. An der Konzeption des Mobilitätsangebots hatten Bürger und Unternehmer mitgewirkt.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus© AndreasGarciaM /​ iStock /​ Thinkstock

Startschuss für vollelektrischen Gemeindebus in Baiersbronn

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, Alexander Bonde, hat in Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt) einen vollelektrischen Gemeindebus vorgestellt. Es ist nach Angaben des Ministeriums der erste Bus dieser Art in der mittleren Größenklasse, der im privatwirtschaftlichen Linienbetrieb den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einer ländlichen Gemeinde ergänzt und optimiert. Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen ehemaligen Dieselbus, der umgebaut wurde.

Mit dem Bus werden in der großflächigen Kommune Baiersbronn die verstreut liegenden Teilorten bedient, wobei das neue Mobilitätsangebot neben den Bürgern auch den Touristen zugutekommt. Die Konzeption für den Gemeindebus war unter starker Beteiligung der Bürgerschaft und wichtiger örtlicher Akteure wie etwa den Taxiunternehmen entwickelt worden.

Der Baiersbronner Gemeindebus gehört zu den 20 Modellvorhaben, mit denen in Baden-Württemberg die Elektromobilität im Alltag ländlicher Kommunen praktisch erprobt werden soll und die vom Ministerium für Ländlichen Raum finanziell gefördert werden. In Baiersbronn stellen Wettergeschehen und Topografie Herausforderungen dar, die es für den Elektrobus zu meistern gilt.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

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