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07.10.2015

Kompass bringt den Perspektivenwechsel

Die baden-württembergische Landesregierung richtet ihre Seniorenpolitik neu aus. Es wird ein Perspektivenwechsel vollzogen. Ältere Menschen sollen dabei unterstützt werden, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten aktiv in die Gesellschaft einzubringen, was als Gewinn für alle gesehen wird.

Rotes Rathaus Berlin© Terroa /​ iStock /​ Thinkstock

Regierung in Baden-Württemberg legt neues seniorenpolitisches Konzept vor

Das neue seniorenpolitische Gesamtkonzept der baden-württembergischen Landesregierung wurde am Dienstag dieser Woche (6. Oktober 2015) gemeinsam von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialministerin Katrin Altpeter vorgestellt. Es war zuvor vom Kabinett beschlossen worden. In dem über 100 Seiten starken „Kompass Seniorenpolitik“ setzt sich die Regierung mit den aus ihrer Sicht wichtigsten seniorenpolitischen Handlungsfeldern auseinander, stellt die Herausforderungen dar, benennt ihre Politikziele und beschreibt Lösungsansätze. Mit dem neuen Konzept wird ein Perspektivenwechsel vollzogen: Der Gewinn an Lebenszeit soll als Chance für den Einzelnen und für die ganze Gesellschaft begriffen werden. „Wir wollen ältere Menschen dabei unterstützen, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten aktiv in die Gesellschaft einzubringen“, so die Sozialministerin.

Richtschnur der Seniorenpolitik des Landes ist nach den Worten von Altpeter, den Menschen auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben und eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Das neue Seniorenkonzept beschreibt dazu Ziele und Maßnahmen für sechs Handlungsfelder: „Altersbilder“, „Selbstbestimmt leben“, „Mobil sein im Alter“, „Sich engagieren“, „Gesund alt werden“ sowie „Im Alter gut und sicher leben“. Viele der Anregungen und Empfehlungen gehen auf die vier im vergangenen Jahr durchgeführten seniorenpolitischen Werkstattgespräche mit Vertretern unter anderem der Seniorenräte, der Kommunen, der Freien Wohlfahrtspflege sowie von Interessenvertretungen älterer Menschen mit Migrationshintergrund zurück.

Hintergrund: Bereits heute sind in Baden-Württemberg etwa 2,1 Millionen Menschen und damit fast ein Fünftel der Bevölkerung älter als 65 Jahre. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes könnte sich dieser Anteil bis 2030 auf ein Viertel erhöhen.

Der 120 Seiten umfassende „Kompass Seniorenpolitik“ kann über diesen Link als PDF kostenlos von der Website des baden-württembergischen Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren herunterladen werden.

Autor: Wolfram Markus 

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