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14.04.2015

Autodieben das Handwerk schwer gemacht

Diebstahl bleibt mit einem Anteil von 48 Prozent an allen Straftaten das Hauptproblem beim Kriminalitätsgeschehen entlang der Grenze Brandenburgs zu Polen. Einen deutlichen Rückgang gibt es jedoch beim Autoklau. Hier zeigt offenbar der Druck polizeilicher Ermittlungsarbeit Erfolge.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus© AndreasGarciaM /​ iStock /​ Thinkstock

Brandenburg: Kriminalität in der Grenzregion zu Polen ging 2014 zurück

Die Kriminalität in der brandenburgischen Grenzregion zu Polen ist 2014 Jahr leicht zurückgegangen. Die Polizei registrierte in den 24 brandenburgischen Gemeinden an der Grenze zum Nachbarland 20.567 Straftaten. Das sind 1.617 Fälle oder 7,3 Prozent weniger als 2013. Damit wurde die zweitniedrigste Zahl von Straftaten in den vergangenen zehn Jahren erreicht. Nur 2012 hatte die Zahl der Straftaten geringfügig niedriger gelegen.

Trotz dieses Rückgangs lag die Kriminalitätsbelastung mit 9.854 Straftaten je 100.000 Einwohner weiter höher als im Land insgesamt, wo sich eine Belastung von 8.004 Straftaten je 100.000 Einwohner ergibt. Die Aufklärungsquote in den Grenzgemeinden liegt mit 53,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte höher als im Landesdurchschnitt. 2013 hatte die Aufklärungsquote allerdings noch 57,3 Prozent betragen.

Hauptproblem in der Grenzregion bleiben die Diebstahlsdelikte mit einem Anteil von weiter knapp 48 Prozent an den Gesamtstraftaten. Die Zahl dieser Straftaten stieg insgesamt leicht an auf 9.856 Fälle (2013: 9.789). Die Aufklärungsquote betrug 29,1 (2013: 34,0) Prozent. Einen deutlichen Rückgang gab es beim Autodiebstahl. Wurden 2013 noch 651 Fahrzeuge in den Grenzgemeinden geklaut, waren es im vergangenen Jahr nur noch 379. Die Aufklärungsquote erhöhte sich deutlich auf knapp 30 Prozent (2013: 19,4). Auch die Kriminalität rund um das Kfz verringerte sich bei ebenfalls steigender Aufklärungsquote. „Der beharrliche Einsatz der Polizei und die engere Zusammenarbeit mit Polen zeigen nun offenbar Wirkung“, so Landesinnenminister Karl-Heinz Schröter.

Hintergrund: Zu den 24 Grenzgemeinden gehören Frankfurt (Oder), Lunow-Stolzenhagen, Bad Freienwalde (Oder), Bleyen-Genschmar, Küstriner Vorland, Lebus, Letschin, Neulewin, Oderaue, Reitwein, Eisenhüttenstadt, Neißemünde, Wiesenau, Ziltendorf, Forst (Lausitz), Guben, Jänschwalde, Neiße-Malxetal, Schenkendöbern, Angermünde, Gartz (Oder), Mescherin, Schöneberg und Schwedt/Oder. In diesen Gemeinden lebten zum Jahresende 2014 insgesamt 208.726 (2013: 210.990) Einwohner.

Autor: Wolfram Markus 

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