04.08.2016

Löschmittel

Notausgang

Ein Löschmittel ist ein fester, flüssiger oder gasförmiger Stoff, der zum Löschen von Bränden geeignet ist. Unter Berücksichtigung der brennenden Stoffe muss im Brandfall entschieden werden, welches Mittel zum Löschen herangezogen wird.

Zum einen werden Löschmittel dabei von den Feuerwehren eingesetzt, zum anderen lagern sie in sogenannten Löschmittelanlagen, die im Brandfall automatisiert ausgelöst werden.

Bei Löschmitteln wird zwischen ihrer Haupt- und ihrer Nebenlöschwirkung unterschieden. Ist die Hauptlöschwirkung der Mittel in erster Linie stets das Löschen des Brands, kann die Nebenlöschwirkung bei einer Entscheidung für das falsche Löschmittel erhebliche Konsequenzen mit sich tragen. Vor allem bei einer Gefährdung von Personen oder dem Brand von Chemikalien muss das Löschmittel im Vorfeld sorgfältig bestimmt werden.

Arten von Löschmitteln

Wasser

Für Brände fester Stoffe, die hauptsächlich organischer Natur sind, wird Wasser eingesetzt. Versehen mit Zusätzen wie beispielsweise Kühlmitteln erzielt Wasser eine abkühlende Wirkung der brennenden Stoffe. Dabei ist es günstig, nicht giftig und meistens in ausreichender Form zugänglich.

Schaum

Ein weiteres Löschmittel ist Schaum. Er kommt meist bei Bränden von Flüssigkeiten wie beispielsweise Benzin zum Einsatz. Über der brennenden Flüssigkeit bildet er eine Schicht, die keinen Sauerstoff zum Brandherd gelangen lässt. Dadurch wird das Feuer erstickt.

Pulver

Geraten Gase oder Metalle in Brand, wird Löschpulver herangezogen. Im Pulver enthalten sind zerkleinerte, feste Chemikalien, die eine Verbrennung der Stoffe verhindern. Dabei wird der Brand entweder erstickt oder gehemmt. Für Fett- oder sogenannte Fritteusenbrände wurde ein spezielles Löschmittel entwickelt.

Schaum als effizientes Löschmittel

Obwohl Wasser als Löschmittel häufig eingesetzt wird, hat sein Einsatz auch Nachteile. Vor allem mit stark erhitzten Stoffen wie beispielsweise brennenden Metallen reagiert Wasser sehr heftig. Aufgrund der raschen Verdampfung gelingt es dem Wasser nicht, die brennende Oberfläche vollständig abzudecken.

Aus diesem Grund wurde das Löschmittel Schaum entwickelt. Schaum ist in der Lage, die Vorteile des Löschmittels Wasser aufzugreifen, seine Nachteile jedoch zu unterbinden. Durch den Zusatz eines Schaummittels im Wasser vergrößert sich dessen Volumen und es wird leichter. Das Wasser wird somit gebunden und ist in diesem Zustand in der Lage, brennende Oberflächen abzudecken und zu löschen.

Zusätzlich hat Schaum die Eigenschaft, an Materialien haften zu bleiben, wodurch nicht nur vertikale, sondern auch horizontale Flächen effizient besprüht werden können.

Autor: WEKA Fachredaktion

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