News | Organisation und Dokumentation 14.12.2015

Richtlinie zu internen Alarmierungsanlagen und Alarmierungseinrichtungen

Aufgrund fehlender normativer Regelungen hat die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) eine Richtlinie veröffentlicht, die grundlegende technische Anforderungen an interne Alarmierungsanlagen beinhaltet.

So müssen beispielsweise die Übertragungswege erhöhten Ansprüchen an die Übertragungssicherheit genügen und einen Funktionserhalt von 30 Minuten gewährleisten.
  • So müssen beispielsweise die Übertragungswege erhöhten Ansprüchen an die Übertragungssicherheit genügen und einen Funktionserhalt von 30 Minuten gewährleisten. Eine Ruhestromüberwachung ist jedoch nicht erforderlich.
  • Alarmsignale müssen eindeutig sein, d.h., sie müssen sich deutlich in Schallpegel, zeitlichem Verlauf und Frequenzzusammensetzung von anderen Signalen unterscheiden.
  • Auf die Alarmierungsanlage und das Alarmierungssignal ist in der Brandschutzordnung Teil A hinzuweisen. Die Bedeutung der Alarmierungssignale ist in Teil B und C der Brandschutzordnung bekannt zu geben. Auch auf die Bedeutung verschlüsselter Durchsagen und Lichtzeichen ist in der Brandschutzordnung Teil B und C hinzuweisen.
  • Die Auslöseeinrichtungen (Handmelder) sind in der Bauart in Anlehnung an die DIN EN 54-11 auszuführen und in blauer Sicherheitsfarbe RAL 5009 und mit dem Hinweisschild „Hausalarm“ zu kennzeichnen. Bei Betätigen des Handmelders muss das Alarmsignal selbsttätig auslösen. Einsprechstellen und manuelle Ansteuerungen für elektronische Speichermedien sind zur Verhinderung des Missbrauchs an einer unter Aufsicht stehenden Stelle zu installieren.
  • Die Stromversorgung der Alarmierungsanlage erfolgt aus dem Wechselspannungsnetz. Für den Netzausfall ist eine Ersatzstromversorgung für 30 Minuten erforderlich.

 

Die Empfehlung finden Sie unter www.agbf.de.

Autor: Reimund Roß