06.02.2016

Ingenieurbauwerke – Ermittlung der anrechenbaren Kosten

Bauleitplanung – Anwendungsbereich

§ 42 HOAI regelt die Anrechenbarkeit der Kosten zur Ermittlung des Honorars für die Grundleistungen bei Ingenieurbauwerken. Das Honorar für Grundleistungen bei Ingenieurbauwerken wird nach § 42 Abs. 1 HOAI auf Grundlage von drei Komponenten berechnet:

  • anrechenbare Kosten des jeweiligen Objekts i.S.d. § 2 Abs. 1 S. 1 HOAI nach § 42 HOAI

  • dem Objekt zugehörige Honorarzone nach § 44 Abs. 2 bis 4 HOAI i.V.m. Anlage 12, Nr. 12.2

  • Honorartafel in § 44 Abs. 1 HOAI

Das jeweilige Ingenieurbauwerk ist je nach Schwierigkeitsgrad gemäß § 44 Abs. 2 bis 4 HOAI i.V.m. Anlage 12, Nr. 12.2 einer der fünf Honorarzonen zuzuordnen. Anlage 12, Nr. 12.2 enthält für Ingenieurbauwerke eine Objektliste. § 43 HOAI, Leistungsbild Objektplanung für Ingenieurbauwerke, umfasst neun Leistungsphasen.

Anrechenbare Kosten

In § 42 HOAI wird geregelt, wie die anrechenbaren Kosten zu ermitteln sind, d.h. welche Kosten

  • voll anrechenbar,

  • bedingt anrechenbar,

  • beschränkt anrechenbar und

  • nicht anrechenbar sind.

Voll anrechenbare Kosten

Nach § 42 Abs. 1 S. 1 HOAI sind die Kosten der Baukonstruktion (KG 300 DIN 276-1:2008-12) voll anrechenbar.

Bedingt anrechenbare Kosten

Nach § 42 Abs. 1 S. 2 HOAI sind die Kosten der Anlagen der Maschinentechnik, die der Zweckbestimmung des Ingenieurbauwerks dienen, bedingt anrechenbar, soweit der Auftragnehmer diese Anlagen plant oder deren Ausführung überwacht.

Nach § 42 Abs. 3 HOAI sind die Kosten für

  • das Herrichten des Grundstücks,

  • die öffentliche und die nichtöffentliche …

Autor: Joachim Lorenz

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